Deutschland zahlt zu wenig an Afrika, Hilfe trotzdem effektiver
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Deutschland zahlt zu wenig an Afrika, Hilfe trotzdem effektiver

2. Juni 2011

Immer mehr Kinder können in Afrika eine Schule besuchen

Immer mehr Kinder können in Afrika eine Schule besuchen

Eigentlich kennt man das Folgende nur von anderen Staaten in anderen Breiten. Doch die Meldung ist wahr. Deutschland hält — bislang — seine gemachten Zusagen bei den Zahlungen an Entwicklungshilfe an Afrika nicht ein. Zumindest zum Teil nicht. Denn beim G8-Gipfel in Gleneagles hatte Deutschland zugesichert, seine bereits existierenden Fördergelder um noch einmal 50 Prozent anzuheben. Geflossen sind bis jetzt allerdings erst 18 zusätzliche Prozent.

Veröffentlicht wurde diese Information von der NGO “One”, die von U2-Sänger Bono gegründet wurde und der sich stets für Schuldenerlass und Unterstützung der ärmsten Länder der Welt einsetzt.

Auch die übrigen G8-Nationen zahlte noch nicht so viel, wie angekündigt. Frankreich und Italien sind dabei ähnlich stark im Rückstand wie Deutschland, so dass alle G8-Staaten zusammen Stand Mai 2011 erst 61 Prozent ihrer gemachten Zusagen erfüllt haben.

Die zuständigen Stellen in Deutschland bestreiten die Werte nicht, rechtfertigen sich jedoch damit, dass der Umfang der Zusagen und somit bei etwa gleichbleibender Quote der erfüllten Zahlungen die Hilfe stark angestiegen sei. Außerdem sei der reine Wert der Zahlungen nicht entscheidend, sondern die Effektivität der Unterstützungen. Auch diese habe sich bei den von Deutschland initiierten Maßnahmen stark verbessert.

Zu nennen seien hier der Rückgang von Malariafällen um etwa 50 Prozent sowie eine stark gestiegene Zahl bei den Einschulungen von Kindern: fast 50 Millionen Kindern mehr als zuvor wurden aufgrund der Hilfsmaßnahmen eine Einschulung ermöglicht. Ein großer Erfolg der Maßnahmen. Dies und die gestiegene Effektivität wird auch von der NG-Organisation “One” nicht bestritten. Es geht also trotz teils nicht eingehaltener Zusagen aufwärts in Afrika, auch aufgrund der stetig steigenden Unterstützung durch die G8-Staaten.

Creative Commons License photo credit: Max Braun


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