“Africa” — von Toto
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“Africa” — von Toto

1. Juni 2011

Toto singt "Africa"

Toto singt "Africa"

Jetzt wird es musikalisch ein bisschen old school. Achtziger Jahre, nun gut, ist wirklich nicht jedermanns Sache. Der folgende Song gehört aber unbedingt in ein Afrika-Blog rein, denn er trägt nicht nur zufällig diesen Titel, handelt weder von Afrika als Reiseziel noch von einer dort erlebten Liebschaft. Es geht in dem Song von “Toto” tatsächlich um die Verhältnisse in Afrika, die damals, als der Song geschrieben wurde, 1982, kritischer war als sie es heute ist. Inspiriert von einer UNICEF-Werbung, die hungernde Kinder in Afrika zeigte, schrieb Keyboarder David Paich die so eingängige Melodie, die eigentlich jeder aus dem Radio kennt, in nur zehn Minuten.

Für den gesamten Song brauchten Toto dann aber noch ein Weilchen länger. Alleine am Text wurde ein halbes Jahr lang gefeilt. Zugrunde liegt dem gut tanzbaren und mitsingbaren Song ein fast sechs Minuten langer Rhythmustrack, der hauptsächlich mit afrikanischen Instrumenten erstellt wurde. Ein Xylophon ist zu hören, auch Marimbas und Congas trugen zum Soundteppich bei, über dem dann klassisch westliche Instrumente gespielt werden.

1983 gelangte der Song auf Platz 1 der Charts in den USA, in Großbritannien reichte es für Platz 3. Dass der Song auch heute noch gut hörbar ist, zeigt, welche Meister ihres Fachs Toto waren — auch wenn man nun nicht unbedingt großer Fan der eher bombastisch angelegten Sounds von Bands in den 1980er Jahren ist.

Die von uns ausgewählte Version ist eine Live-Version von einem Konzert in Amsterdam.



Toto: “Africa”, live in Amsterdam.

Zum Songtext — neudeutsch “lyrics” — geht es hier.

Seine Aktualität behält der Song nicht nur durch die Inhalte des Songtextes, sondern auch dadurch, dass er immer wieder von bekannten anderen Künstlern gecovert wird. Das taten in den letzten Jahren zum Beispiel die Rapper Wiz Khalifa oder Nas, auch Straight No Chaser oder Chris de Burgh betätigten sich in dieser Richtung.

Außerdem spielte die Band diesen Song auf jeder ihrer Touren, bis sie sich im Jahr 2008 schließlich auflöste. Und die Radio-Jockeys dieser Welt können auch nicht von dem Song lassen …

Creative Commons License photo credit: tetradtx


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