Die menschliche Sprache stammt aus dem Süden Afrikas
3. Mai 2011| Tweet |
Im Wissenschaftsmagazin Science veröffentlichte Quentin Atkinson zuletzt einen Beitrag, in dem er beschreibt, dass er nicht Worte untersuchte, sondern Phoneme. Phoneme sind klangliche Einheiten einer Sprache. Insgesamt ließ der Neuseeländer über 500 Sprachen in seine Analyse mit einfließen, und es stellte sich heraus, dass die Sprachen immer weniger unterschiedliche Phoneme verwendeten, sie weiter sie vom südlichen Afrika entfernt waren.
In der Sprache der Buschmänner existieren zum Beispiel über 100 verschiedene Phonmene, auf Hawaii hingegen gibt es nur 13 (!) unterschiedliche Klangkompositionen in der Sprache. Zum Vergleich dazu auch: das Englische, dem Deutschen ja sehr verwandt, besteht aus 45 unterschiedlichen Phonemen. Je weiter entfernt man also vom Ursprung der Sprache ist, desto weniger Phoneme haben die Reise über weite Entfernungen, aber auch viele Jahre gedauert.
Nirgends ist die klangliche Vielfalt der Sprachen größer als im südlichen Afrika
Vor einigen Jahren fand der selbe Atkinson übrigens bereits heraus, dass die indogermanischen und romanischen Sprachen wesentlich älter sind als gedacht, nämlich 10.000 Jahre statt wie bisher angenommen 6.000 Jahre. Dieser Teil seiner Forscherkarriere hat allerdings eher weniger mit Afrika zu tun. Dass neben dem Mensch selber aber auch die Sprache — sofern Atkinson nicht widerlegt wird — ihren Ursprung in Afrika hat, ist erneut eine bahnbrechende und für manchen auch überraschende Information.
photo credit: moron noodle
Das könnte auch interessieren:
» Komoren: Flüchtlingsboot gesunken, viele Menschen gerettet
» Mali: Proteste gegen Übergangsregierung
» Mit Ben Stiller: "Madagascar 3" feiert Premiere in Cannes
» Wie verhält man sich im Restaurant in Südafrika?
» Suaheli Online-Wörterbuch
Schlagworte: Entstehung, Forscher, Neuseeland, Phoneme, Sprache




