Highlight Gorillataufe: “Kwita Izina”
2. Mai 2011| Tweet |
Ja, richtig, der Mensch ist so frei und wählt Namen für einzelne Exemplare von Gorillas aus. Nicht der erste, nicht der letzte, aber ein wichtiger Schritt dabei, die Tiere zu individualisieren und sie damit auch als Lebensform mit Rechten anzuerkennen. Getauft werden natürlich die (relativ) neu geborenen Babys der Gorillas. Durchgeführt wird diese Zeremonie in Ruanda im Rahmen des Weltumwelttags, der alljährlich am 5. Juni zelebriert wird.
In Ruanda macht man als Rahmen der Festivitäten zu diesem Anlass gleich eine ganze Woche draus, von Ende Mai bis nach dem 5. Juni. Die Kwita Izina, die Baby-Gorillataufe, gibt es seit 2005. Natürlich haben die Babys konkret erstmal nichts von ihrem dann erworbenen Namen. Aber man möchte mit dieser Aktion ohnehin eher das Bewusstsein der Menschheit für die Einzigartigkeit, aber auch den Schutzbedarf der Gorillas stärken.
Was natürlich nur dann gelingt, wenn man auch davon berichtet, wie wir es hier tun. Denn es gibt nur noch etwa 750 frei lebende Berggorillas, von denen ein Drittel in Ruanda lebt, die übrigen verteilen sich auf die Demokratische Republik Kongo und Uganda. Die in Ruanda getauften Babys sollen natürlich zum Erhalt der Art “Berggorilla” beitragen. Wie man überhaupt an vielen Orten bemüht ist, das Schicksal des Aussterbens der Berggorillas abzuwenden. Ob es gelingt, hängt nicht zuletzt auch von den zur Verfügung stehenden Mitteln ab.
Da ist so eine Taufe und Individualisierung (nicht: Vermenschlichung) von Gorillababys eine gelungene Maßnahme, um Aufmerksamkeit zu erzeugen.
photo credit: houghtonbird@btinternet.com
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Schlagworte: Berggorillas, Demokratische Republik Kongo, Gorillababys, Gorillataufe, Taufe




