Nollywood? — Südafrika!
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Nollywood? — Südafrika!

27. April 2011

Demnächst großes Kino aus Südafrika

Demnächst großes Kino aus Südafrika

Dass es in Nollywood eine lebhafte und hochproduktive Filmindustrie gibt, davon haben wir schon berichtet und es dringt auch immer mehr ins Bewusstsein. Allerdings werden in Nigeria, wo Nollywood liegt, eher Trashfilme produziert, die in den allermeisten Fällen niemals im Kino landen, sondern nur als DVD verkauft werden. Spezialeffekte sind meist genauso Mangelware wie ernstes Kino mit einer gewissen Tiefe. Oder auch die Produktion von “Blockbustern”, wie man sie aus Hollywood kennt.

Doch auf dem afrikanischen Kontinent tut sich was in dieser Beziehung und — wie könnte es anders sein? — der Ausgangspunkt dafür ist Südafrika. Genauer gesagt Kapstadt in Südafrika, denn in Kapstadt entstehen gerade neue Filmstudios, die eine ganz andere Zielgruppe bedienen sollen als jene Filme aus Nollywood, die man oft mit europäischem Geschmack nur schwerlich als echte Unterhaltung einstufen kann.

Die Cape Town Studios entstehen östlich von Kapstadt. Vorzüge dieses Drehorts sind neben den äußerst geringen Personalkosten dennoch gut ausgebildete Mitarbeiter für die Filmindustrie. Eine Webseite gibt es natürlich auch schon, die ist unter www.capetownfilmstudios.co.za zu erreichen.

Kaum bekannte Filme aus Südafrika — ändert sich das nun?

Nicht ganz irrelevant ist für die Entscheidung, vermehrt Filme in Südafrika zu drehen, auch die Tatsache, dass in Südafrika eine große Zahl indischstämmiger Menschen lebt. Und neben Hollywood und Nollywood gibt es bekanntlich auch noch Bollywood: Das Filmzentrum der indischen Filmindustrie, durch seine reine Existenz Beweis der großen Filmliebe der indischen Bevölkerung.

Bislang hat der südafrikanische Film kaum Erfolge vorzuweisen. Die in Südafrika Verantwortlichen erklären das mit der jahrzehntelangen Apartheid. Zuletzt drehte allerdings schon Leonardo DiCaprio im Land am Kap und nach dem Wunsch der Investoren sollen es demnächst noch viel mehr internationale Stars sein, die ihren Weg nach Südafrika und dort vor die Kamera finden. Ob dem so sein wird, muss man abwarten, dass es aber überhaupt Menschen gibt, die die nötigen Gelder für ein derartiges, durchaus mutig zu nennendes Projekt aufbringen, dürfte ein Indiz dafür sein, dass die Chancen gut stehen.

Statt von “Casablanca” sprechen die Filmliebhaber vielleicht demnächst von “Kapstadt”.

(Und ja, Casablanca wurde nicht in Afrika gedreht, das ist bekannt …)


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1 Kommentar »

  1. vous aviez chers monsieur, ce que veut les africains se sont les films africaines qui raconte des histoires africaines, et non vos dicaprio et consort. nous en Afrique on en veut pas. on veut des productions africains qui puissent être aimer par des africains. et non des films à deux balles européennes, sa ne nous interresse pas.
    viva Nollywood, viva Genevieve NNaji (Star of Nollywood)

    from Gabon

    Kommentar by Arsène — 16. Mai 2011 @ 02:04

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