Uran-Abbau in Tansania
20. April 2011| Tweet |
Das Land Tansania ist reich an Ressourcen, doch wie nur allzu häufig profitieren nicht die dort lebenden Einwohner von den Rohstoffen, sondern wenn überhaupt, dann nur die Regierung und das auch nur — verglichen mit dem Weltmarkt — in bescheidenen Dimensionen. Mickrige Lizenzgebühren überlassen die Firmen, die das Uran abbauen, dem Staat, die Bauern vor Ort dürfen froh sein, wenn sie zu miserabelsten Bedingungen im Uran-Abbau mitarbeiten dürfen.
Profit nur für die Firmen, den Bürgern bleibt die Strahlung
Am Ende wird eine leicht strahlende Mondlandschaft übrig bleiben, denn es ist beim Uran in Tansania so, dass nur sehr wenig Konzentration im vorhandenen Eisenerz existiert. Um also nennenswerte Mengen an Uran zu erzielen, müssen große Mengen Erz bewegt werden. Das führt zu Schlamm, zu Dreck und zu weiteren Umweltverschmutzungen.
Änderungen im Umgang mit dieser missliebigen Situation gehen nur langsam voran, die Vernetzung durch das Internet hilft, hilft zumindest Kontakte zu knüpfen, hilft auch in Zukunft, vielleicht. Doch die Umwälzungen scheinen insbesondere angesichts der Fukushima-Katastrophe unausweichlich, es ist wohl nur noch die Frage, wann sie kommen. Im Niger wurde der Atomkonzern Areva schon von Emmigranten in den USA verklagt. Wie es in Tansania weitergeht, ist noch unklar, klar ist aber, dass es nicht so bleiben wird, wie es ist.
Hier geht es zum gesamten, höchst lesenswerten Beitrag bei Zeit Online über den Uran-Abbau in Tansania und die Folgen für die dort lebenden und arbeitenden Menschen.
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