Mory Kanté, Topstar aus Guinea
11. April 2011| Tweet |
Mory Kantés größter Hit war “Yeké Yeké” und wurde auch noch in etlichen Coverversionen von anderen Künstlern weiterverbraten. Das Datum seines größten Hits liegt mit Mitte 1988 zwar schon länger zurück, doch hat man sicher schon einmal öfter die Original-Version oder eben diverse Remixe gehört. Eine der vielen Versionen gibt es hier nach dem Klick zu sehen, vor allem aber einige weitere Worte zum Verlauf seiner übrigen Karriere.
Mory Kanté stammt aus Guinea, ein Fakt, der trotz seiner großen Bekanntheit nicht hängengeblieben ist. Von den zur Zeit etwa 10 Millionen Einwohnern des Landes ist Mory Kanté sicher der bekannteste, den das Land bislang hervorgebracht hat. Er besuchte als Kind eine französische Schule, schon im Alter von 15 Jahren allerdings wurde er von seinen Eltern nach Bamako in Mali geschickt. Dort sollte er eine Ausbildung zum Griot beginnen und schließlich auch beenden. Ein Griot ist in Westafrika ein professioneller Sänger, der Heldensagen und traditionelle Gesänge der Region wiedergibt und weiterverbreitet.
Mory ist eine alte Bezeichnung für einen Griot, für einen fahrenden Sänger also
Als er schließlich zu einem vollausgebildeten Griot geworden war, experimentierte er mit vielen weiteren Musikstilen, wie Pop, Soul, aber auch Mambo und Rumba. 1950 geboren, begann er schon ab etwa 1970, in größeren guineischen Bands mitzuspielen. 1978 ging er in die Elfenbeinküste, ab 1984 lebte er in Paris — und das ohne Aufenthaltsgenehmigung. Als er nach Paris ging, war er in Westafrika allerdings schon ein Star und weiten Teilen der Bevölkerung bekannt.
1984 schon geschrieben, erhielt er unter Anderem wegen “Yeké Yeké” 1986 einen Plattenvertrag, der schließlich auch in Frankreich und später in der ganzen Welt einen Star mit Auftritten auf den größten Festivals aus Mory Kanté machte.
Mory Kanté als Teil der Ethnopop-Welle
Zu Zeiten seines größten Erfolgs schwamm er übrigens auf einer damals sehr angesagten Welle des “Ethnopops”, im Zuge der er sein “Yeké Yeké” bekannt machen konnte. Dass das nicht unbedingt von daran anschließendem längeren Interesse an Musik aus Afrika gekrönt war, war leider absehbar. Ein kleiner Wisch nur in der Historie der westlich orientierten Musik, die afrikanische Musik selbst lebt aber selbstreden weiter, wie nicht zuletzt dieser Blogeintrag von uns vom 29. März mit wirklich cooler Musik aus Afrika zeigte.
Hier das Video von “Yeké Yeké” in einer Version zusammen mit Santana, die Original-Version ist in Deutschland leider bei Youtube nicht abrufbar.
Und auch Mory Kanté macht weiterhin Musik, wie dann dieses aktuelle Stück zeigt, welches deutlich weniger poppig, und dennoch gefällig daherkommt.
Sein letztes Album datiert allerdings aus dem Jahr 2004, an seinen einmaligen Welterfolg “Yeké Yeké” vermochte er nicht mehr anzuschließen, bleibt aber ein beliebter und im Rahmen seiner Biografie erfolgreicher Musiker.
Eine eigene Webseite, allerdings nicht besonders umfangreich, besitzt Mory Kanté auch unter morykante.com. Kanté ist auch Botschafter der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der UNO, welche FAO heißt.
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Schlagworte: afrikanische Musik, Elfenbeinküste, Griot, Guinea, Mambo, Miriam Makeba, Mori Kanté, Musikvideo, Paris, Pop, Rumba, Soul, Yeké Yeké, Youssou N'Dour




