Ein Fußball spendet Licht
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Ein Fußball spendet Licht

29. März 2011

Leuchten und fliegen

Leuchten und fliegen

Ein neuer Fall aus der Reihe der einfallsreichen wie simplen Erfindungen, die den Bedürfnissen der Bürger in Afrika Rechnung trägt, leicht umzusetzen ist und dann auch noch, wie viele hier vorher vorgestellte Erfindungen, von ganz jungen Menschen erfunden wurde.

Heute: Ein Fußball, der dadurch, dass mit ihm gespielt wird, Energie erzeugt und speichert, welche man im Anschluss an sein Fußballspiel abrufen und zum Betrieb seiner eigenen elektrischen Geräte nutzen kann.

Fantastische Idee, genauso tolle Umsetzung und umso erstaunlicher, dass man bislang in größeren deutschen Medien nichts davon gehört hat. Keine Vermarktung ohne schmissigen Namen, und so heißt das Projekt “soccket”. Für unsere Leser, die des Englischen nicht so mächtig sind, das ist eine Mischung zwischen den beiden englischen Wörtern soccer, also Fußball, und socket, also Steckdose. Auch bei der Namensgebung beweist die Erfinderin also Kreativität.

Im Video erklärt Julia Silverman, was sie dazu gebracht hat, wie es funktioniert und wer den soccket mittlerweile nutzt:


Soccket Electrifies! from GlobalGirl Media on Vimeo.

Wie funktioniert das ausgefuchste Ding nun also? Während des Spielens mit dem Fußball wird kinetische Energie erzeugt, die ein Speichermedium im Inneren des Fußballs aufnimmt, um sie nach dem Spiel oder wann immer man es benötigt, wieder abzugeben. Die Besitzer des Fußballs können ihre Nachttischlämpchen damit speisen oder ihr Handy wieder aufladen, ohne sich des Nachts durch gefährliche Gebiete bewegen zu müssen.

Trotz dieser Technik im Ball ist er gerade mal etwa 150 Gramm schwerer als ein normaler Fußball. Beim Spielen fällt dies also kaum auf, der Nutzeffekt ist aber groß.

Erfinderin Julia Silverman bewirbt diesen Ball in den letzten Monaten in Südafrika. Interessant an der gesamten Geschichte ist, dass Julia Silverman gar keine Ingenieurin ist, und dennoch dieses Projekt mit großer Ausdauer und großer Energie (sic!) umgesetzt hat.

Hier noch ein allerdings englischsprachiger Link zu Lumo Energy, der sich ebenfalls mit diesem interessanten Thema beschäftigt.


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