Magnetfeld weist Schildkröten den Weg
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Magnetfeld weist Schildkröten den Weg

24. März 2011

Kann Magnetfelder wahrnehmen

Kann Magnetfelder wahrnehmen

Letztens hatten wir von den unglaublichen Entfernungen berichtet, die afrikanische Schildkröten bei ihren Reisen durch den Atlantik zurücklegen. Einige von ihnen schwommen von der Küste Westafrikas bis nach Argentinien und somit über 7.000 Kilometer. Dabei legten sie diesen Weg nicht zufällig zurück, sondern ganz gezielt.

Weitere Untersuchungen ergaben jetzt eine einleuchtende Erklärung für die erstaunliche Orientierungsfähigkeit der Schildkröten. Einleuchtend, wenn man an andere Tiere denkt, die ähnliche Entfernungen zurücklegen: Zugvögel.

Denn wie die Zugvögel ebenfalls, orientieren sich auch die Schildkröten auf ihren langen Reisen am Magnetfeld der Erde. Schildkröten “sehen” also nicht, wo sie gerade sind und wo sie hinschwimmen müssen (wie zum Beispiel der Mensch anhand des Sternenhimmels), sondern spüren es vermittels des Magnetfeldes.

Forscher in den USA hatten in einem Becken das Magnetfeld der Erde an unterschiedlichen geographischen Punkten simuliert. Davon abhängig änderten die Schildkröten ihre generelle Schwimmrichtung. Ähnliches Verhalten wurde zuvor übrigens auch schon bei Langusten festgestellt. Was den Schildkröten dabei genau zur Orientierung hilft, ist die Tatsache, dass das Magnetfeld fast überall auf der Welt kleine, aber signifikante Abweichungen vom normalen, eigentlichen Verlauf besitzt. So können sehr viele Orte genau identifiziert werden — wenn man das Magnetfeld der Erde wahrnehmen kann, was bei Schildkröten nun mal der Fall ist.

Creative Commons License photo credit: BONGURI


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