Das einzige Atomkraftwerk in Afrika
24. März 2011| Tweet |
Baubeginn der direkt am Meer gelegenen Anlage war im Jahr 1976. Es dauerte dann noch bis 1984, bis die beiden Blöcke schließlich ans Netz gingen. Während dieser Bauphase legten ANC-Mitglieder eine Bombe im Bereich des Kernkraftwerks.
Im Jahr 2002 kämpften sich Greenpeace-Aktivisten in Schlauchbooten bis zum Kernkraftwerk durch und hissten oben auf den Gebäuden ein Transparent mit dem Aufdruck “Nukes out of Africa”. Motivation dafür war neben der generellen Ablehnung von Atomkraftwerken die explizit schlechte Sicherheitslage rund um das Kraftwerk, wie nicht nur das Entern des Geländes durch die Greenpeace-Aktivisten demonstriert. Dazu soll auch kein Notfallplan zur Evakuierung der Anrainer existieren. Zwar ist die Gesetzeslage in Südafrika eine andere, doch werden die Vorschriften am Kernkraftwerk Koeberg eben nicht umgesetzt.
Schlecht gesichert, häufig für Energieengpässe verantwortlich
Störfälle gab es ebenfalls in diesem Kernkraftwerk. So kam es im Dezember zu einem solche Störfall, der das Werk monatelang nicht in vollem Betrieb laufen ließ. In der Folge kam es zu Stromausfällen in Kapstadt, aber auch im Nachbarland Namibia, das einen Teil seiner Energieversorgung aus den beiden Blöcken in Koeberg bezieht.
Ein zunächst am selben Standort geplantes weiteres Atomkraftwerk, in dem Falle vom Typ des “Kugelhaufenreaktor” wird trotz schon weit vorangeschrittenem Planungsstand nun gar nicht realisiert. Wegen technischer Probleme explodierten die Baukosten, zudem zogen sich die zunächst interessierten Investoren aus dem Projekt zurück.
Dennoch bleibt Südafrika weiterhin das einzige Land auf dem afrikanischen Kontinent, welches überhaupt Atomkraftwerke besitzt und betreibt.
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Schlagworte: Atomkraft, Atomkraftwerk, Druckwasserreaktor, Energie, Greenpeace, Kapstadt, Kernkraftwerk, Koeberg




