Das Rote Meer
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Das Rote Meer

22. März 2011

Delfine im Roten Meer

Delfine im Roten Meer

Heute beschäftigen wir uns mit einem äußerst interessanten touristischen Ziel in Afrika, welches sozusagen ganz am Rande dieses Kontinents liegt: Das Rote Meer. Interessant eben nicht nur als Reiseziel, sondern auch aus geographischem Gesichtspunkt. Es ist etwa 2.200 Kilometer lang und bis zu 2.600 Meter tief.

 

Das Rote Meer begrenzt die afrikanischen Staaten Ägypten (im Norden), Äthiopien (leider hatten wir einen kleinen Fehler: von 1952 bis 1993, als Eritrea noch nicht unabhängig war grenzte es ans Rote Meer – heute aber nicht mehr), Eritrea und Dschibuti (im Süden), dazu gehört auch dem Sudan ein Teil der Küste des Roten Meeres.

Geographisch sind folgende Information wissenswert:

  • Das Rote Meer wird jedes Jahr ca. 2,4cm breiter
  • Der Salgehalt im Roten Meer ist überdurchschnittlich hoch: Er liegt bei 4,2 Prozent
  • Dadurch wächst hier wenig Plankton, was das Rote Meer für Taucher besonders attraktiv macht (Stichwort Sichtverhältnisse unter Wasser)

Gleichzeitig ist das Rote Meer aber wie alle Regionen, in denen Menschen fuhrwerken, Gefahren ausgesetzt. Ungeklärte Abwasser, der stark zunehmende Tourismus und wildes Ankern zerstören die vorhandenen Korallen immer mehr. Daran und an weiteren Umweltbeeinflussungen (die Zahl der Haie sinkt dramatisch, viele andere Arten werden immer seltener) ist auch der intensive Tauchtourismus nicht ganz unschuldig. Seit 1992 versucht eine NGO zumindest die ägyptischen Gewässer vor diesen Einflüssen zu bewahren — größtenteils mit Erfolg.

Spannende Vielfalt im und ums Rote Meer

Auf der anderen Seite ist das Rote Meer gerade wegen dieser vorhandenen Natur, sowohl Pflanzen- als auch Tierwelt, besonders sehenswert. Viele endemische Arten leben hier. Im Roten Meer existiert eine ganze Reihe so genannter Verbreitungsbarrieren, so dass sich viele Arten entweder nicht ins Rote Meer hineinbegeben können (was die Lage im Ökosystem Rotes Meer einzigartig werden lässt) oder eben nicht heraus (dito).

Viele seltene Hai-Arten sind im Roten Meer zu Hause, darunter der Graue Riffhai, der Walhai und der Weißspitzen-Hochseehai. Dazu kommen Schildkröten, wie im Bild oben zu sehen Delfine, und viele weitere Meerestiere. Allerdings ist die Vielfalt an sich im Roten Meer nicht so groß wie in anderen Seegebieten der Erde.

Namensentstehung des “Roten Meeres”

In bestimmten Kulturen wurden Wegrichtungen früher mit Farben symbolisiert. So stand die Farbe Rot in einer iranischen Kultur für die Richtung Süden, in der das “Rote” Meer vom Iran aus gesehen ja auch liegt.

Die vielfach angegebene Erläuterung, dass die roten Berge an den Ufern des Roten Meeres sich im Wasser spiegeln und insbesondere bei Sonnenaufgang ihre Farbe im Meer widerspiegeln, ist auch denkbar, gilt dennoch zur Zeit eher als unwahrscheinlich (zumindest als alleinige Erklärung).

Eine weitere Möglichkeit bieten die in großer Zahl vorhandenen Blaualgen, welche eine rötliche Form von Chlorophyll besitzen. Dabei bilden sie in bestimmten Phasen des Jahres ganze Teppiche an Blaualgen, welche aber wie erwähnt rötlich schimmern, und so dem Roten Meer seinen Namen gegeben haben könnten.

Reiseanbieter, die normale Reisen oder Tauchreisen in und ans Rote Meer anbieten, gibt es zahllose, und der Tourismus in dieser Region wächst unaufhaltsam. Zur Zeit sind die Bedingungen noch äußerst attraktiv am Roten Meer, dies kann sich aber schon in Kürze ändern. Allerdings sind die Bestrebungen der NGOs in dieser Region, die Vorzüge des Roten Meeres zu bewahren, ernstzunehmen und in vielerlei Hinsicht von Erfolg gekrönt.

Creative Commons License photo credit: sierragoddess


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4 Kommentare »

  1. Tja, noch ein Beispiel für die Bildungsmisere!

    Kommentar by Tes — 22. März 2011 @ 10:01

  2. wo, meinen Sie, grenzt äthiopien ans meer? ;)

    Kommentar by LS — 22. März 2011 @ 12:47

  3. Erstens hatte Äthiopien von 1952 bis 1993, als Eritrea noch nicht unabhängig war, eine Küste am Roten Meer, zweitens ist irren menschlich und drittens Danke für den Hinweis, ist korrigiert.

    Kommentar by Frank — 22. März 2011 @ 14:42

  4. netter kleiner überblick übe das rote meer.
    zur namensgebung wäre noch zu ergänzen, dass der name eritreas aus dem altgriechischem stammt und rot bedeutet. also nannte man bis zum ende der antike das rote meer dementsprechend das “erythreeische meer.
    der küstenstreifen bewahrte sich seinen namen irgendwie bis in die neuzeit, als sich italien im zuge seiner kolonialeit in afrika diesen landstrich kaufte und ihn eritrea nannte.

    Kommentar by markos — 23. März 2011 @ 10:53

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