Auch Teil von Afrika: die Arabische Liga
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Auch Teil von Afrika: die Arabische Liga

16. März 2011

In Damaskus tagt das Parlament der Arabischen Liga

In Damaskus tagt das Parlament der Arabischen Liga

Zugegeben, dieses Thema ist nur zu gewissen Teilen ein Thema für ein Afrika-Blog wie unseres. Doch viele der Mitglieder der Arabischen Liga sind nun mal afrikanische Staaten, weshalb wir sie hier einmal näher beleuchten wollen.

Gegründet wurde dieser Verbund von arabischen Staaten noch während des zweiten Weltkriegs, genauer im März 1945. Zurzeit hat sie 22 afrikanische und asiatische Mitgliedsstaaten. Dies sind im Einzelnen: Libyen, Sudan, Mauretanien, Katar, Algerien, Bahrein, Jemen, die Komoren, Dschibuti, Somalia, Kuwait, Libanon, Tunesien, Marokko, Oman, Saudi-Arabien, Jordanien, die Vereinigten Arabischen Emirate und die palästinensische Autonomie-Behörde, der Irak, Syrien und Ägypten gehören.

Intention dieser Liga, dieses recht losen Staatenverbundes, ist die Förderung politischen, kulturellen und wirtschaftlichen Austausches zwischen den Mitgliedern. Auch im Bereich der Verteidigung gibt es einige Vertragselemente, die eine Kooperation vorsehen bzw. diese regeln.

Viele Mitglieder, viele Meinungen — Problem vieler Staatenbünde

Immerhin halbjährlich tagt die Führung der arabischen Liga, die sich für diesen Fall aus Vertretern aller Mitgliedsländer sowie dem Generalsekretariat der arabischen Liga zusammensetzt. Seit 2005 besitzt die arabische Liga sogar ein eigenes, wenn auch nur provisorisches Parlament. Es ist in Syriens Hauptstadt Damaskus angesiedelt.

Der Rat der arabischen Liga verfügt angeblich über ein Budget von etwa 50 Millionen US-Dollar pro Jahr, was bei knapp 500 Angestellten in der Verwaltung dieses Zusammenschlusses und angesichts der doch rect hohen Mitgliederzahl nicht allzu viel erscheint.

Neutral in der Frage der politischen Konflikte in Nordafrika

Auch ihre Effektivität in politischen Fragen wird von dieser hohen Mitgliederzahl gebremst. Trotz der ehtnischen Verbundenheit, stellt die arabische Welt keinen einheitlichen politischen Raum dar. Die teils enorm reichen Staaten aus dem Nahen Osten üben demgemäß auch den größten politischen Einfluss aus, wodurch sich kleinere und unbedeutendere Staaten wie die Komoren, aber auch Mauretanien oder Jordanien nicht immer angemessen repräsentiert fühlen.

Bis die Schlagkraft der arabischen Liga mit der EU vergleichbare Ausmaße erreicht hat, wird noch einige Zeit vergehen und die Entscheidungswege überdacht werden müssen. Interessant ist in diesen Tagen, dass die arabische Liga sich zu den politischen Unruhe in Nordafrika neutral verhält. Eine der Folgen der sehr heterogenen Zusammenstellung der Mitglieder dieser Liga.

Creative Commons License photo credit: krebsmaus07


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