David Kato in Uganda erschlagen
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David Kato in Uganda erschlagen

25. Februar 2011

Möglicherweise das Mordwerkzeug

Möglicherweise das Mordwerkzeug

Der Umgang mit Homosexualität ist ein großes Problem in weiten Teilen Afrikas. In vielen Staaten steht sie weiterhin unter Strafe, zudem ist natürlich ebenso das Standing von offen Homosexuellen in den diversen Staaten denkbar schlecht. Uganda ist in diesem Fall ein besonders unrühmliches Beispiel:

Die in Uganda verbreitete Zeitung “Rolling Stone” (nicht zu verwechseln mit der Musikzeitschrift) hatte kürzlich ein Foto von David Kato, dem bekanntesten Schwulenaktivisten in Uganda, verbreitet und es mit dem Wort “Aufhängen” untertitelt.

Die Folgen ließen nicht lange auf sich warten. Vor wenigen Tagen drang ein Unbekannter in das Haus von David Kato in einem Vorort von Kampala ein, schlug auf den Mann mit einem Gegenstand (wahrscheinlich ein Hammer) ein und verließ das Gebäude wieder. Nachbarn fanden David Kato dann schwer verletzt in seinem Haus auf dem Boden liegend. Als sie ihn ins Krankenhaus bringen wollten, starb Kato unterwegs im Auto seiner Nachbarn.

Mord aus Schwulenhass oder aus enttäuschter Liebe?

Kato hatte gegen den Rolling Stone geklagt und Recht bekommen, die Identifizierung von Schwulen und Veröffentlichung von Namen und Adressen war dem Rolling Stone damit verboten worden. Sein Einsatz und seine Arbeit für die Homosexuellen in Uganda hat ihn nun das Leben gekostet.

Seine Ermordung sorgte für große Aufruhr. Sogar US-Präsident Obama schaltete sich ein und forderte eine rasche Aufklärung der Tat. Diese rückt nun näher, denn mittlerweile ist ein Mann geständig. Allerdings kommt dabei ein anderer Aspekt ins Spiel. Möglicherweise geht es im Fall David Kato gar nicht um den Hass auf Schwule in Uganda, sondern um eine Beziehungstat. Diverse Quellen behaupten, der Täter sei mit David Kato verbandelt gewesen und habe aus Enttäuschung oder Wut über den Verlauf der Beziehung zum Hammer gegriffen.

Über den weiteren Verlauf dieses Dramas in Uganda werden wir hier berichten, sobald neue Erkenntnisse vorliegen und publik werden.

Creative Commons License photo credit: justinbaeder


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