Fortschritte bei Schlingensiefs Opernhaus
18. Februar 2011| Tweet |
Nicht nur, weil es uns ein Anliegen ist, dass dieses Projekt in der Heimat Schlingensiefs, in Deutschland, nicht in Vergessenheit gerät, sondern auch, weil das Projekt entscheidende Fortschritte macht, wollen wir dieses Thema heute noch einmal in den Mittelpunkt unserer Aufmerksamkeit rücken.
Nach dem Tod von Schlingensief ruhten die Arbeiten an dem Projekt tatsächlich erst einmal. Inzwischen sind die Verantwortlichen optimistisch, dass es schnell weitergehen wird und ebenso schnell Teilziele erreicht werden werden. Am Ende wird der Hauptteil Platz für 500 Besucher besitzen, doch es entstehen auch viele weitere Gebäude. Darunter sind eine Krankenstation, eine Schule und auch ein Fußballplatz, wie aber auch etliche Nutzflächen.
Operndorf wächst weiter, Finanzierung bleibt unsicher
Christoph Schlingensief ist leider verstorben, doch seine Witwe Aino Laberenz kümmert sich darum, dass das Projekt fortgesetzt wird und hat den Ort des Geschehens auch schon mehrfach besucht. Ziel von Schlingensief war es beim Bau dieses Operndorfs, dass sowohl die Möglichkeit besteht, Neues zu lernen, wie auch althergebrachte Traditionen zu pflegen. Was mit “Oper” sehr einseitig klingt, ist in Wirklichkeit viel weiter gefasst und soll alle möglichen Talente unter einem Dach vereinen.
Die enorme Kraft der menschlichen Triebfeder Schlingensief fehlt nun natürlich, doch seine Witwe sammelt weitere einflussreiche Menschen um sich, damit das Projekt fortgeführt werden kann. Dazu gehört neben Antje Vollmer und Matthias Lilienthal auch der ehemalige Bundespräsident Horst Köhler. Ihnen allen geht naturgemäß der Enthusiasmus des Projektgründers ab, doch waren sich ohnehin alle einig, dass die Person und das Wirken Christoph Schlingensiefs nicht adäquat zu ersetzen sei und man nun andere Wege der Unterstützung würde finden müssen.
Schlingensiefs Witwe sammelt Unterstützer um sich
Was die Finanzierung des Baus des Operndorfes und der dazugehörigen Gebäude angeht, steht zumindest der Plan für den Schulbau sowie die Finanzierung des ersten Schuljahres auf sicheren Füßen. Die übrigen Teilprojekte benötigen noch weitere Förderer. Aino Laberenz wird sicher nicht ruhen, bis diese gefunden sind. Doch von seiner Komplettierung ist das gesamte Dorf noch weit entfernt, weshalb alle Beteiligten, in Deutschland, aber auch vor Ort in Burkina Faso einen langen Atem benötigen werden, um das Projekt schließlich zu dem werden zu lassen, was Christoph Schlingensief sich stets vorgestellt hat: Ein lebendiges Miteinander der verschiedenen Kulturen, in dem jeder seine Talente einbringen kann.
Wer sich ebenfalls, ob finanziell oder mit Arbeitskraft, an dem Bauvorhaben in Laongo in Burkina Faso beteiligen will, wird sicher Wege finden, die Verantwortlichen zu kontaktieren.
Ein Blog zu diesem Thema gibt es übrigens auch, und zwar unter http://operndorfafrika.posterous.com. Sobald es Weiteres zu vermelden gibt, vor allem sobald dort die ersten Aufführungen stattfinden werden, werden wir auch hier im Afrika-Blog von touring-afrika.de wieder berichten.
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Schlagworte: Aino Laberenz, Antje Vollmer, Christoph Schlingensief, Fußballplatz, Horst Köhler, Krankenhaus, Opernhaus, Schule, Talente




