Südafrikanerin Jodi Bieber gewinnt World Press Photo Award
16. Februar 2011| Tweet |
Eine Afghanin, die — und das ist das besonders Grausame daran — von ihren eigenen Verwandten so entstellt wurde, dass ihr Nase und Ohren fehlen, denn diese wurden ihr von den nächsten Verwandten abgeschnitten. Schauderhaft, schrecklich, und dennoch zu Recht prämiert.
Die Fotografin, die auf diese Weise herausgehoben wurde, ist Jodi Bieber, kommt aus Südafrika und zeigt auf ihrer Webseite noch viele andere Werke, die ebenso beeindruckend und in den meisten Fällen zum Glück weniger schauderhaft sind. Das Gewinnerfoto ist dort übrigens auch zu finden, weshalb wir weiter unten nicht auf die Startseite, sondern auf eine Unterseite der Webpräsenz der Gewinner-Fotografin verlinken.
Die Tatsache, dass das Opfer der Gewalttat, das gleichzeitig Motiv für das Gewinnerfoto war, inzwischen nicht mehr in Afghanistan lebt, sondern in den USA, wo sich sich mittlerweile einer Operation unterziehen konnte, die ihr Gesicht so weit wie möglich wieder herstellte, macht das Ganze vielleicht ein klein wenig besser erträglich und auch sinnvoll, dass der Preis an dieses Foto ging. Der “World Press Photo Award” gilt als der “Oscar” unter den Fotowettbewerben. Gleichzeitig wäre es besser, wenn dieser Award nur noch an gelungene Fotos von schönen Motiven gehen müsste, weil sich keine derartigen Katastrophen mehr ereignen.
Hier geht es zum Portfolio von Jodi Bieber auf ihrer Webseite jodibieber.com.
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Schlagworte: Fotografie, Jodi Bieber, World Press Photo Award




