Ein Schwarzer im Kricket
10. Februar 2011| Tweet |
Seine letzte Partie bestritt er im Moses-Mabhida-Stadion zu Durban, und wieder einmal zeigte sich, dass er der Held der Massen ist. 50.000 Zuschauer jubelten ihm bei seiner letzten Partie zu, ein paar Tränchen im Knopfloch durften auch nicht fehlen und nun ist sie vorbei, die mehr als zehnjährige Karriere des ersten Schwarzen im südafrikanischen Kricket.
Dass er in jungen Jahren einst gescoutet wurde und es schließlich bis in die Nationalelf von Südafrika brachte, hatte durchaus auch politische Gründe: Natürlich wollte Südafrika der Welt zeigen, dass es nun in allen Bereichen der Apartheid abgeschworen hatte. Weiteres Ziel war sicherlich, den Sport Kricket auch dem großen Anteil Schwarzer in der Bevölkerung schmackhaft zu machen.
Die genauen Zahlen zu seiner Karriere wollen wir zwar nicht verschweigen, können aber zugegebenermaßen nicht allzu viel damit anfangen. Auf 390 “Wickets” brachte Makhaya Ntini es in seiner internationalen Karriere — was das nun bedeutet, kann hier aber keiner erklären. Und bei seiner Laufbahn geht es ohnehin nicht um Zahlen, sondern um Farben. Der erste Schwarze in Südafrikas Kricket-Nationalmannschaft hat das Spielen eingestellt. Zur Ruhe setzen will er sich mit gerade mal 33 Jahren allerdings noch nicht. Jüngst gründete er eine Kricket-Akademie, um jungen Talenten die Chance zu geben, die er selbst als einer der ganz wenigen erhalten hat. Wir behalten im Hinterkopf: Fußball ist nicht mehr rein schwarz in Südafrika, und Kricket nicht mehr rein weiß.
photo credit: paddynapper
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Schlagworte: Karriere, Kricket, Kricket-Akademie, Makhaya Ntini, Nationalmannschaft, Wicket




