Bono kritisiert Frankreichs Afrika-Politik
7. Februar 2011| Tweet |
Als Medium für seine Botschaft wählte Bono die weltweit bekannte französische Tageszeitung Le Monde, die den gesamten Beitrag leider hinter ihrer Abonnement-Grenze versteckt. Dennoch haben wir die wichtigsten Punkte an anderen Orten zusammentragen können.
Bono kritisiert, dass Nicolas Sarkozy seinen großen Ankündigungen, den so genannten “Milenniumsversprechen” keine Taten hat folgen lassen. Im Gegenteil winde sich Sarkozy immer wieder aus seinen Versprechungen heraus, sei wie ein “Schattenboxer”, den man nicht zu fassen bekäme. Die Afrika-Politik Frankreichs sei geprägt von Stillstand und einem Erstarren in überkommenen Positionen, ganz im Gegensatz zu dem, was Sarkozy als Vorsitzender der G20-Staaten fordere.
Frankreichs Politik sei rückwärts gewandt
Dazu komme die fragwürdige Unterstützung der politisch kaum legitimierten Herrscher in Togo oder in Gabun. So werde die Korruption gefördert und vor allem verliere die übrige Bevölkerung ihr grundsätzlich noch vorhandenes Vertrauen in die Republik Frankreich.
Nicht nur in Nordafrika werde der Wunsch nach einer funktionierenden, echten Demokratie immer stärker, insbesondere in all jenen Staaten, in denen der Großteil der Bevölkerung sehr jung ist. Diesem Wunsch habe Frankreich nichts zu bieten und stehe stattdessen nicht besser da, als viele der anderen von Afrika kritisierten westlichen Nationen, denen es letztlich doch nur um ihre eigenen Pfründe gehe, statt Afrika bei seiner Entwicklung zu helfen.
Bono ohne Mandat, aber mit Auftrag
Auch aktuell verschlafe Frankreich wieder die Entwicklung, diesmal in Ägypten, wo Husni Mubarak bis vor wenigen Tagen noch als der entscheidende Mann des Landes von Frankreich in Person von Nicolas Sarkozy hofiert worden sei. Bei der 2008 von Frankreich mitgegründeten “Mittelmeerunion” habe Frankreich Mubarak sogar noch eine führende Rolle zugeschrieben.
Was und ob überhaupt Sarkozy auf die Vorwürfe Bonos entgegnet oder entgegnen wird, ist natürlich nicht bekannt. Dennoch darf davon ausgegangen werden, dass obwohl Bono kein legitimiertes Amt inne hat, seine Stimme Gewicht hat, für einigermaßen Aufruhr sorgt und den so Kritisierten sicher nicht schmecken wird.
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Schlagworte: Bono, Louis Vuitton, Nicolas Sarkozy





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