Großbritannien will Südafrika im UN-Sicherheitsrat
15. Dezember 2010| Tweet |
Nun, gänzlich uneigennützig ist diese Herangehensweise der Briten nicht, schließlich besitzt Südafrika tatsächlich immer noch eine – nicht zuletzt wegen der Sprache, nicht zuletzt wegen der Mitgliedschaft im Commonwealth – große Bindung ans ehemalige Mutterland Großbritannien. Und jede Maßnahme, die helfen kann, den Einfluss Grußbritanniens auf die Weltpolitik zu stärken, welcher naturgemäß in den letzten Jahrzehnten immer kleiner geworden ist, ist den Briten natürlich willkommen.
Südafrika als alter Verbündeter Großbritanniens
Ebenso naturgemäß gibt es weitere Argumente: Viele der größten Probleme der Erde seien in Afrika beheimatet, nur mit starken Maßnahmen, aber auch deren Interessensvertretung sei da eine Lösung möglich etc. pp. Am Ende hat man dennoch diesen Wunsch Großbritanniens zur Kenntnis genommen und kann trotz der unzweifelhaft existierenden Wirtschafts- und damit auch politischen Macht Südafrikas auf dem Kontinent kein einziges Argument von Gewicht erkennen, warum Südafrika nun ständiges Mitglied des UN-Sicherheitsrats werden sollte.
Wenn es einen Kandidaten aus Afrika geben kann, dann ist es zumindest bezogen auf die Gesetzgebung, Südafrika, nirgendwo sonst in Afrika sind die juristischen Verhältnisse so weit an UN-Standards angenähert wie in Südafrika. Aber: Ob das allein ausreichen sollte? Noch ist es nicht so weit, dass die Wirtschaftskraft über die politische Dimension eines Landes entscheidet.
photo credit: Elsie esq.
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Schlagworte: Großbritannien, UN-Sicherheitsrat, UNO




