Mehr Erfinder! Wir brauchen mehr Erfinder!
3. Dezember 2010| Tweet |
Ein Junge aus/in Malawi hat für sein Dorf ein Windrad selbst gebaut. Und der Junge war gerade mal 14 Jahre alt. Da kann man mal wieder sehen, wie wertvoll es ist, wenn man den Menschen auf einfachem Wege Informationen verfügbar macht. Informationen (hier: wie ein Dynamo funktioniert), die dazu beitragen, dass Menschen sich selbst helfen können. Bildung ist tatsächlich eines der wichtigsten Güter, zu denen alle Menschen Zugang haben sollten.
Aber zur “Story” rund um den cleveren Burschen aus Malawi. Eines der größten Probleme in Malawi ist die fehlende Versorgung mit Elektrizität. Nur 2 Prozent (!) des Landes sind mit Strom versorgt. Zudem ist selbst diese nur sehr geringe Versorgung oft unzuverlässig. Viel zu häufig fällt der Strom aus. Fürs Licht bleiben dann nur Petroleumlampen. Computer, Kühlschränke (s. o.) oder Fernseher kann man damit aber nicht betreiben.
Apropos Fernsehen: Genau dort sah William Kamkwamba, so heißt der Held unserer Geschichte nämlich, eines Tages, wie ein Dynamo funktioniert. Seitdem hatte er den Traum davon, dass er Elektrizität produzieren könne, die in seinem Dorf so sehr fehlt.
Der Junge, der ein Dorf zum Strahlen brachte
Im Jahr 2000 hatte er die Grundschule beendet, aber für weitere Ausbildung fehlte seiner Familie mit seinen insgesamt sechs Geschwistern das Geld. Zudem wurde die ohnehin schon schlechte Lage in Malawi immer kritischer. Unruhen traten auf, weil den Menschen das Nötigste fehlte. Seine Familie aß teilweise Insekten, um zu überleben.
Bis er eines weiteren Tages ein Buch in der örtlichen Bibliothek fand, das Windräder von Farmen in den USA zeigte. Er erinnerte sich an die Dynamos, die elektrische Energie erzeugen und machte sich sehr bald ans Werk, aus einfachsten Mitteln ein eigenes, nur kleines Windrad zu bauen. Bis nach ein paar Tagen tatsächlich eine ans Windrad angeschlossen Glühbirne zu leuchten begann. Die Spötter im Dorf, die wohl nicht verstanden hatten, was der mittelkleine Junge da baute, kamen plötzlich zu ihm, um ihre Handy-Akkus aufzuladen.
Ein Windrad als einfache Lösung für wichtige Bedürfnisse
Als die Tragweite dieses Baus klarer wurde, wurde er im gesamten Dorf zum Helden: Die Felder werden inzwischen mittels seiner Energie bewässert, die Menschen können ihre Felder bestellen und zumindest der Hunger ist aus dem Dorf vertrieben.
Wahnsinn, nicht wahr? Aus ein paar Schrottteilen ein Gerät zu bauen, das gleich einem ganzen Dorf Energie bringt. Die Geschichte ist tatsächlich so beeindruckend, dass sie nicht nur durch ganz Malawi, sondern durch ganz Ostafrika und schließlich sogar durch die USA ging. Um schließlich auch hier im Blog Erwähnung zu finden.
William Kamkwamba, der kluge oder zumindest geschickte Protagonist dieser kleinen Heldengeschichte, studiert mittlerweile an der “African Leadership Academy” in Johannesburg und träumt mit seinen Kommilitonen davon, ein neues Afrika zu bauen, ein Afrika der Ideen und nicht der Opfer.
Wir bleiben zunächst mal sehr beeindruckt davon, wie einfach manche Lösung sein kann — ohne die Komplexität der Gesamtlage damit herunterspielen zu wollen.
Ein Windrad aus Schrott gegen den Lebensmittelmangel!
Das könnte auch interessieren:
» Mali: Proteste gegen Übergangsregierung
» Mit Ben Stiller: "Madagascar 3" feiert Premiere in Cannes
» Wie verhält man sich im Restaurant in Südafrika?
» Suaheli Online-Wörterbuch
» Angola: Die größte Ölplattform der Welt
Schlagworte: Erfinder, Johannesburg, Malawi, Solarenergie, William Kamkwamba, Windenergie, Windrad





Echt super was manche Leute fertig bringen!Ich hab schon bei Einfachem Startprobleme die nicht immer verschwinden.Aber ich will was werden ,will das mein Name bekannt wird.Ichmach gerade ein Physickreferat und hab so vieles gelesen was sehr interessant ist.Ich bin mir gar nicht mehr sicher was ich werden will,aber ich würd gern mal wissen wie man erfinderin wird.Jeder kommentar willkommen .(=D lol normaler weise schreib ich so was nicht)
P.S. solche Personen die viel drauf haben oder es wollen sollten mehr möglichkeiten haben.in manchen orten in afrika hat man ja schon glück wenn man zur schule geht (zum glück geht das wegen Unicef und so)aber ich finde so etwas sollte es auch spezialesierter geben.
Was is eure meinung?….sorry bei rechtschreib-oder grammatikfehler.
Kommentar by singer\inventor — 23. Februar 2011 @ 22:44