Der Tschad-See ist in Gefahr
15. November 2010| Tweet |
Klimawandel und Bewässerung machen dem Tschad-See das Leben schwer
Seine Lage mitten in der Sahel-Zone tut ihr Übriges dazu, dass sich der See von den derzeitigen Umständen nicht erholt. Anrainerstaaten sind der Tschad, wie der Name schon sagt, Kamerun, Nigeria und Niger. Wegen seiner geringen Tiefe, an den Maxima lediglich sieben Meter, hatte der Tschad-See schon immer mit stark schwankenden Wasserständen zu kämpfen, weil sich in dieser Region Regen- und Trockenzeit abwechseln. Seine jetzige, geringe Größe von nur noch etwa 1.500 Quadratkilometern ist dazu weiterhin im Bestand gefährdet, denn die Wasserentnahmen zum Zwecke der Bewässerung von Anbauflächen hat nicht abgenommen, sondern steigt trotz der Gefährdung des Sees weiterhin an. Seine Zuflüsse bringen ebenfalls nicht mehr so viel Wasser heran wie es einst der Fall war.
Neben der vom Menschen verursachten Wasserentnahme ist somit auch der Klimawandel und die generelle Umwandlung von großen Regionen in Wüstenflächen eine Ursache für diese negative Entwicklung des Tschad-Sees. Und dass der Mensch an den Klimaveränderungen mitschuldig ist, das bestreiten nur noch ganz wenige unter den Klima-Forschern.
Keine gute Aussichten für die weitere Entwicklung des Tschad-Sees.
Das könnte auch interessieren:
» Mali: Proteste gegen Übergangsregierung
» Mit Ben Stiller: "Madagascar 3" feiert Premiere in Cannes
» Glückwunsch, Kamerun
» Wie verhält man sich im Restaurant in Südafrika?
» Olympia 2012: Im Fußball vier Teams aus Afrika dabei
Schlagworte: Fläche, Klimawandel, Landwirtschaft, Niger, Nigeria, Tiefe, Tschad, Tschad-See, Wasser




