Kap Verde: Eine Tour auf den Pico de Fogo
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Kap Verde: Eine Tour auf den Pico de Fogo

12. November 2010

Blick vom Berg

Blick vom Berg

Ein kleiner, allerdings äußerst feiner Inselstaat in Afrika ist heute das Ziel unserer Blickrichtung und dabei ganz genau dessen höchste Erhebung, die noch dazu die zweithöchste im gesamten Atlantik ist: Der Pico de Fogo, ein vulkanischer Berg, zu deutsch: Gipfel des Feuers, der die zur Zeit noch wenigen Touristen auf den Kap Verdischen Inseln anlockt.

Eine einzige Ampel gibt es im Ort Chã das Caldeiras, der dem Pico de Fogo zu Füßen liegt. Da der Vulkan noch aktiv ist, regelt sie aber nicht den Verkehr, sondern zeigt die Ausbruchsgefahr an: grün, gelb und rot, beim Aktivieren der letztgenannten Phase müssen die Bewohner ihre Dörfer und die ganze Insel verlassen, was sie wie alle Alteingesessenen äußerst ungerne tun.

Außer Tourismus und Wein gibt es rund um den Pico de Fogo nicht viel

Fast 3.000 Meter hoch ragt der Pico de Fogo über die Insel und ermöglicht bei gutem Wetter einen Blick auf alle übrigen Inseln der Kap Verdischen Inseln. Doch neben seiner Bedrohlichkeit hat er aus diesem Grund auch ein echtes Plus für die umliegenden Bewohner zu bieten: Ohne den Tourismus, den er (aber natürlich auch die schönen Strände und das Klima auf den Kap Verdischen Inseln) aufgrund seiner majestätischen Erscheinung erzeugt, müssten die Dorfbewohner allein von der Weinproduktion leben und das würde wohl nicht für alle reichen.

Insbesondere für jene nicht, die Führungen für Touristen auf den Berg anbieten. Seit sich ein schwerer Unfall ereignete, dürfen Besteigungen des Vulkans nur noch in Begleitung eines ausgebildeten Führers durchgeführt werden, was vielen von ihnen zugute kommt.

Der Vulkan gebiert einen neuen Vulkan

Die alternativen Einkommensmöglichkeiten sind nicht allzu gut rund um den Pico de Fogo, aber solch eine Tour mit dem einen oder anderen Europäer bringt schon mal 30 Euro an Entgelt. Für viele von ihnen Anlass, auf eine weitere Steigerung der Touristenzahlen zu hoffen.

Zudem tut das Gestein auf den Kap Verdischen Inseln noch etwas mehr dazu, dass sich Leute aus aller Welt von dieser Kulisse angezogen fühlen: Bei seinem letzten Ausbruch im Jahre 1995 ließ der Pico de Fogo einen weiteren Vulkan neben sich entstehen, den Pico Pequeno, auch immerhin fast 2.000 Meter hoch.

Creative Commons License photo credit: dickdotcom


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