Afrikanische Profis mit Malaria
10. November 2010| Tweet |
Beim Kapitän der Nationalmannschaft der Elfenbeinküste, Drogba, war die Krankheit bei einem Bluttest diagnostiziert worden, nachdem dieser über wochenlange Schlappheit und zuletzt auch Fieber geklagt hatte. Nachdem er nun durch eine 48h-Medikation einigermaßen wieder fit gemacht wurde, will er auch im nächsten Spiel wieder antreten. Die Mediziner versicherten, dass die Krankheit nicht zurückkehren werde. Wie in fast allen Fällen hatte sich auch Drogba wohl durch einen Moskito-Biss mit dem Virus infiziert.
Bei Touré war die Erkrankung damals viel früher erkannt worden, so dass sie rasch und wirksam behandelt werden konnte. Beim Schalker Matip bestätigte sich der Verdacht auf Malaria hingegen nicht.
Immer wieder treten derartige Fälle von afrikanischen Fußballern auf, fast immer wenn sie sich für Länderspiele in ihrer afrikanischen Heimat aufhalten. Zum Glück für diese ist die medizinische Betreuung bei europäischen Fußballclubs aber so professionell, dass keine größeren Schäden zu befürchten sind. Dies gilt leider nicht für die vielen, vielen Touristen, die aus Europa nach Afrika reisen, weshalb wir immer wieder darauf hinweisen, dass sich der Ausbruch der Krankheit teilweise monatelang verschleppen kann und dass plötzlich auftretendes Fieber auch Monate nach einer Reise nach Afrika ein Indiz für eine derartige Krankheit sein kann. Der behandelnde Arzt sollte unbedingt über die in ein von Malaria betroffenes Gebiet erfolgte Reise informiert werden, auf dass er die nötigen Diagnose-Maßnahmen treffen kann.
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