Die “Nigeria-Connection” findet neues Opfer in Deutschland
25. Oktober 2010| Tweet |
Die Masche ist eigentlich schon sehr alt, wie auch die Seite Nigeria-Connection.de zu berichten weiß, doch leider gibt es immer noch ein paar Wenige, die davon noch nicht gehört haben. Genauso wie auch immer wieder Menschen auf andere Hoax-Emails hereinfallen oder Phishing-Opfer werden, wobei man bei Letzterem kaum ahnt, was man dort falsch macht.
Wildfremden Menschen allerdings einfach größere Summen zu überweisen, ohne diese zu kennen, dafür muss dann doch der Verstand ausschalten. Und das ist wohl der Fall, weil Teil der Betrugsmasche eben ist, dass den späteren Opfern im Gegenzug größere Summen, teilweise Millionen versprochen werden, die aus einem Erbe stammen. Wem da nicht alle Alarmglocken schrillen, dem ist quasi auch nicht mehr zu helfen. Zumal inzwischen jede Polizeidienststelle von der “Nigeria-Connection” weiß.
Immer wieder fallen Ahnungslose auf die Tricks der Nigeria-Connection herein
Der 73-Jährige aus Alzey war immerhin so schlau gewesen, einen oder mehrere Experten zu konsultieren, bevor er sich auf das zwielichtige Business einließ — doch leider müssen das die falschen Experten gewesen sein.
Die Story klingt aber auch zu hanebüchen, auf dass man ernsthaft annehmen kann, dass sie jemand glauben würde. Es gibt mehrere Versionen, im vorliegenden Fall suchte eine angebliche Witwe, die ein Millionenerbe von ihrem verstorbenen Mann erhalten hatte, nach Bedürftigen, denen sie dieses Geld zukommen lassen könnte. Manchmal sind die Stories weniger abstrus; allen zu eigen ist aber, dass um dieses Geld zu erlangen, erst eine eigene finanzielle Vorleistung getätigt werden muss. Begründet wird die Notwendigkeit der Überweisung von vielen Euros oder Dollar mit Gebühren für notarielle Leistungen oder Dokumente, die zum Transfer der hohen Summe nötig sind.
Leider ist tatsächlich natürlich weder ein Notar noch irgendeine Behörde in diesen Deal verwickelt. Hat man erst einmal das Geld via Western Union nach Nigeria transferiert, versiegt der zuvor so rege Email-Verkehr zwischen der vermeintlichen Witwe und dem oder den Opfern: Das Geld ist futsch, und der Schaden ist groß, nicht nur, weil das Geld weg ist, sondern auch, weil man auf einen wirklich billigen Bauerntrick hereingefallen ist.
Hunderte Variationen der immer gleichen Betrugsversuche
Wer einen Überblick über die Vielfalt der Varianten an Emails, die von der Nigeria-Connection kursier(t)en, haben möchte, benutze diesen Link mit allen Emails von A bis Z nach Absendern. So wird auch klar, dass die Mails immer wieder variiert werden und stets neue Szenarien entworfen werden. Es reicht also nicht, vor dem einen Szenario zu warnen, dem der Herr aus Alzey (s. o.) zum Opfer gefallen ist: Grundsätzlich sollten jegliche Mails nach diesem Muster nicht ernst genommen werden, schon gar nicht sollte man auf einen derartigen Deal eingehen.
Die Mitglieder dieser Betrüger-Bande “Nigeria Connection” werden sich ein schönes Leben von dem Geld aus Deutschland, Österreich, der Schweiz oder woher auch immer machen — und das Opfer wird es finanziert haben.
Wer also Bekannte hat, die nicht ganz so firm sind im Umgang mit Betrugsversuchen im Internet, sollte sie einmal kurz auf diesen Beitrag hier stoßen, auf dass der 73-Jährige in Alzey das letzte Opfer der Nigeria-Connection aus Deutschland gewesen sein wird. Allein, der Glaube fehlt.
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Schlagworte: Allgemeine Zeitung, Alzey, Betrug, Email, Hoax, Millionen, Nigeria, Nigeria-Connection, Polizei, Western Union, Witwe





Die Nigeria Connection ist tot, es lebe Hong Kong!…
Das waren noch Zeiten mit der alten Nigeria Connection man konnte es kaum glauben, dass da Leute reingefallen sind. Wie doch gute alte Geschäftleute und Privatpersonen aus Geldgier sich rupfen liesen. Die Zeiten scheinen vorbei! Sind sie es wirklich? G…
Trackback by Andy Delario — 15. Februar 2011 @ 12:34