Die wichtigsten Infos über Sansibar
15. Oktober 2010| Tweet |
1963 erst wurde Sansibar unabhängig und geriet unter die Kontrolle der arabisch-stämmigen Oberschicht. Gegen diese richtete sich ein erfolgreicher Putsch, der dazu führte, dass sich Sansibar 1964 mit dem Festlandbereich “Tanganjika” zum neuen Staat Tansania vereinigte, in dem Sansibar aber weitestmögliche Autonomie besitzt. So ist die Judikative weitgehend von jener des Festlandes unabhängig, es gibt ein eigenes Parlament und auch einen eigenen Präsidenten für Sansibar. Die Autonomie drückt sich auch darin aus, dass Sansibar eine eigene Fußball-Nationalmannschaft besitzt, diese ist allerdings nicht von der FIFA anerkannt, dafür aber vom afrikanischen Fußballverband AFC.
Gewürzproduktion und Tourismus sind die Einnahmequellen auf Sansibar
Die autonome Region Sansibar ist in fünf weitere Regionen unterteilt, diese sind im Einzelnen: Pemba North, Pemba South, Zanzibar North, Zanzibar Central/South, Zanzibar Urban/West. Die Einwohner des Landes heißen Sansibari. 97 Prozent der Einwohner sind islamisch.
Wirtschaftlich gibt es nur wenige wichtige Bereiche. Dazu zählt in erster Linie die Gewürzproduktion (Muskatnüsse, Zimt, Pfeffer und Gewürznelken) und an zweiter Stelle der Tourismus. Die gesamte Region ist großzügig mit Hotels und weiteren Unterkünften für Touristen ausgestattet.
Charakteristisch ist auch die auf Sansibar existierende Taraab-Musik, die afrikanische, indische und arabische Einflüsse zu einer einzigartigen Melange vermischt.
Der so genannten “Sansibar-Stummelaffe” kommt nur hier vor. Sein Fell ist oft dunkelrot am Rücken und macht ihn zu einer optisch interessanten Erscheinung auf Sansibar. Um bestimmte giftige Substanzen ihrer Ernährung abzubauen, fressen sie Kohle, die sie oft sogar von vom Menschen gemachten Feuerstellen stehlen. In den Gewässern rund um Sansibar leben Bullenhaie und Tigerhaie, aber auch Walhaie.
Von Portugiesen über Araber zu Briten: Sansibars wechselvolle Geschichte
Besiedelt wird die Region mindestens seit dem 10. Jahrhundert nach Christus, als arabische Händler hier Niederlassungen gründeten. 1505 wurde Sansibar portugiesische Kolonie, welche 1698 wieder verloren ging. Ab dem 18. Jahrhundert lebten Araber hier vom Sklavenhandel, der intensiv auf Sansibar betrieben wurde. Im späten 19. Jahrhundert gewannen die Briten die Oberhand über die Insel, ab 1890 war das heutige Sansibar britisches Protektorat. Im Zuge dessen wurde Sklavenhandel 1897 auf der Insel endgültig abgeschafft. Bis zur Unabhängigkeit sollte es dann aber noch bis zum Jahr 1963 dauern.
Natürlich hat Sansibar auch eine eigene Webseite, sowie eben autonome Verwaltungsbereiche.
Kleine interessante Randnotiz: der wohl allen bekannte Queen-Sänger Freddie Mercury wurde 1946 in Sansibar-Stadt (oder Zanzibar-City) auf Unguja geboren und war somit ursprünglich Sansibari. Sein damaliger Name lautete: Farrokh Bulsara.
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Schlagworte: Araber, Britisches Protektorat, Bullenhai, Freddie Mercury, Gewürzproduktion, Latham, Pemba, Queen, Sansibar, Sansibar-Stadt, Sansibar-Stummelaffe, Tigerhai, Tourismus, Unguja, Walhai




