Sehenswürdigkeiten in und Wissenswertes über Kinshasa
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Sehenswürdigkeiten in und Wissenswertes über Kinshasa

7. Oktober 2010

Aufnahme vom Escale à Kinshasa

Aufnahme vom Escale à Kinshasa

Kinshasa ist die Hauptstadt des ehemaligen Zaire, heute Demokratische Republik Kongo. Mit 9 Millionen Einwohnern ist es eine der größten Städte in ganz Afrika und die größte Stadt in der Demokratischen Republik Kongo. Bis 1966 war sie als Leopoldville bekannt. Die Stadt besteht aus 24 Gemeinden, oder wie man hier wohl eher sagen würde: Stadtteilen.

Benannt ist die erst 1881 gegründete Stadt, die offensichtlich extrem rasant gewachsen ist, nach dem damaligen belgischen König Leopold II. 1930 hatte die Stadt noch nur 40.000 Einwohner und auch 1945 waren es erst 100.000. Schon 1960 waren es dann aber 400.000, womit es die größte Stadt Westafrikas war. Kinshasa, in das Leopoldville 1966 umbenannt wurde, ist eines der Dörfer, in denen die Stadt gegründet wurde.

Neben dem Nationalmuseum des Landes findet sich in Kinshas auch die “Academie des Beaux-Arts de Kinshasa”, die einzige Kunstakademie in Zentralafrika. Die wichtigste Straße der Stadt ist der große Boulevard du 30 juin, der zu Ehren des Unabhängigkeitstages von Zaire/der Demokratischen Republik Kongo im Jahr 1960 so heißt.

Die rasante Entwicklung der Stadt ist hauptsächlich auf die in der Gegend gefundenen Rohstoffe zurückzuführen. Deshalb ist Kinshasa auch ein wichtiges industrielles Zentrum des Landes. In Kinshasa ist vor allem die Produktion der folgenden Produkte groß: Schuhe, Reifen, Papier, Baustoffe, Textilien, Lebensmittel, Zigaretten und Bier.

Verkehr ist in Kinshasa ein großes Problem

Der Stadt hat einen der wichtigsten Flughäfen der gesamten Region, den Flughafen Ndjili. Hier verkehren die drei wichtigsten Fluggesellschaften des Landes. Zudem gibt es einen wichtigen Güterhafen. Öffentlicher Nahverkehr nach europäischer Art existiert allerdings nicht in Kinshasa. Bei einer 9-Millionen-Metropole stellt diese Tatsache nachvollziehbarerweise ein Problem dar. Auch die vielen Kollektivtaxen der Stadt können diesen Missstand kaum effektiv bekämpfen. Eine Stadtbahn existiert zwar, verkehrt aber nur jeweils vier Mal am Tag und ist somit auch keine große Hilfe bei der Aufgabe, der immensen Verkehrsproblematik Herr zu werden.

In Kinshasa steht das Nationalstadion des Landes Demokratische Republik Kongo. Doch obwohl das Land damals noch unter dem Namen Zaire 1974 an der Weltmeisterschaft in Deutschland teilnahm, bleiben weitere Erfolge zur Zeit aus. Noch ein sportliches Highlight, mit dem Kinshasa aufwarten kann: Hier fand der berühmte “Rumble in the jungle” statt, also der Boxkampf zwischen Legende Muhammad Ali und George Foreman. Ebenfalls 1974 durchgeführt, stellte er damal ein absolutes Novum dar, weil größere sportliche Veranstaltungen zu jener Zeit nicht in Afrika abgehalten wurden.

Kinshasa ist Heimat vieler großer Sportler

Bekanntester Sohn der Stadt ist sicher Claude Makelele, der lange bei Real Madrid und vor allem dem FC Chelsea in London spielte, in seiner Karriere aber auch wie für viele afrikanische Fußballer typisch, viel Zeit bei französischen Vereinen (Olympique Marseille, Paris St. Germain) verbracht hat. Auch Dikembe Mutombo stammt übrigens aus Kinshasa. Doch ebenso darf Jessy Matador, Sänger und Tänzer aus Kinshasa, bei einer solchen Aufzählung nicht vergessen werden.

Da Kinshasa Hauptstadt ist, sitzt hier natürlich auch das kongolesische Parlament. Ebenso selbstverständlich hat sich eine große Zahl an Botschaften aus aller Herren Länder in Kinshasa angesiedelt.

Die Stadt hat natürlich eine eigene Webseite, leider nur auf französisch.

Creative Commons License photo credit: Warren Long


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