Die schwarzafrikanische Küche
6. September 2010| Tweet |
Die Küche in Schwarzafrika, womit hier das Gebiet südlich der Sahara mit Ausnahme des Südens von Afrika gemeint ist, ist vielseitig und wesentlich gesünder als die europäische. Häufig wird als basales Element einer Speise ein Brei verwendet, der aus zerstoßenen Wurzeln oder zerstoßenem Getreide besteht. Letzteres ist häufig Mais oder Hirse. Dieser Brei wird üblicherweise mit den Fingern verzehrt. Dazu gehören Eintöpfe oder bestimmte Saucen, eher seltener Fleisch oder in Küstenregionen Fisch. In Schwarzafrika ist das beliebteste Fleisch das Huhn, gefolgt von Gänsen, Enten und Kaninchen.
Die charakteristische rote Farbe vieler Mahlzeiten in Schwarzafrika ensteht durch die Zugabe von Karotin-haltigen Speisen. Besonders typisch ist auch die Verwendung von Erdnußbutter als Grundlage für Saucen oder Eintöpfe.
Typische Speisen in Schwarzafrika sind beispielsweise Chachanga, eine Art Kebab; das auch hierzulande immer bekannter werdende Chawarma, das durchaus Ähnlichkeit zu Döner Kebab besitzt; Nshima bzw. Ugali ein Brei aus Mehl und Wasser, oder Tatali, ein Pfannkuchen aus Maismehl.
Kaum Fleisch, fast immer Brei
Als Zutaten kommen neben oben erwähnten Reis sehr häufig Früchte zum Einsatz, wie Banane, Zitrusfrüchte oder auch Ananas. Obwohl die Ananas eigentlich aus Südamerika stammt, gehört sie mittlerweile in ganz Schwarzafrika als Standard zu vielen Speisen, nicht zuletzt weil Ananas in Ghana, der Elfenbeinküste und Südafrika angebaut wird. Auch Mais, der genauso Standard für die schwarzafrikanische Küche ist, ist keine afrikanische Pflanze. Mais stammt aus Mexiko, auch eher wurde importiert und ist nun Teil der Küche Afrikas.
Weitere wichtige Zutat ist die Yamspflanze, die auch “Knollenbohne” genannt wird. Auch sie wird vornehmlich in Form von Brei serviert.
Gedörrte Früchte als Nachspeise
Um sie besser haltbar zu machen, werden viele der Früchte getrocknet bzw. gedörrt. So werden Äpfel, Birnen, Mangos, Aprikosen und Trauben gerne als Nachspeise gereicht, aber auch beim Kochen verwendet. Anders als in Mitteleuropa spielt Fleisch nur eine nachgeordnete Rolle in der Küche Schwarzafrikas. Wer viel Fleisch ist und in Afrika lebt, ist meistens Weißer, kommt so aber in den Genuss vieler eher ungewöhnlicher Fleischarten, wie z. B. Gazellen- oder Straußenfleisch.
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Schlagworte: Ananas, Brei, Elfenbeinküste, Erdnußbutter, Ernährung, Fleisch, Gazelle, Ghana, Hirse, Kochen, Schwarzafrika, Strauß, Yamspflanze




