Marmorkrebse bedrohen Madagaskar!
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Marmorkrebse bedrohen Madagaskar!

25. August 2010

Fragiles Öko-System Madagaskar in Gefahr

Fragiles Öko-System Madagaskar in Gefahr

Was ein wenig klingt wie ein Titel eines Horror- oder Weltuntergangsfilm ist leider bittere Realität. Die Marmorkrebse bedrohen nicht nur die sieben endemischen (nur in bestimmten Regionen vorkommenden) einheimischen Krebsarten, sie fressen auch Pflanzen und Tiere. Dazu gehört dann auch der in Madagaskar häufig angebaute Reis. Die Marmorkrebes sind derart aggressiv zu nennen, dass sie vor nichts Halt machen, was in irgendeiner Weise biologisch ist. Weiteres Problem mit der Anwesenheit der Marmorkrebse im fragilen Ökosystem der Insel Madagaskar: Sie vermehren sich rasend schnell. Bedingungen wie in der Regenzeit mit warmen Temperaturen begünstigen diese rasche, explosionsartige Fortpflanzung noch.

Außerdem übertragen die Marmorkrebse, die derzeit Madagaskar heimsuchen, häufig eine Krebspest genannte Krankheit, die aber dann hauptsächlich die endemischen Krebssorten befalle.

Marmorkrebse bedrohen die einheimischen Krebsarten

Zwar tut die Regierung und weitere zuständige Stellen alles, um die Bevölkerung in Madagaskar zu informieren und zu warnen. Reisbauer schließen sich zusammen, um die Tiere in großen Massen aus dem Meer zu fischen und sie anschließend zu verbrennen.

Doch nicht alle Bewohner erreichen die Informationen. Zudem gibt es viele Händler, die die Krebssorte extra züchten, um in wirtschaftlich schwierigen Zeiten sehr leicht an zu verkaufendes Fleisch zu gelangen. Die Produktion dieser Krebes ist ungleich viel günstiger als Geflügel, Schweine- oder Rindfleisch.

Madagaskars Öko-System in Gefahr

Es wurden Kontrollen eingeführt, um Reisende auf das Mitführen der Marmorkrebse, eventuell als Gastgeschenk gedacht, zu untersuchen und ihnen diese abzunehmen, um die weitere Verbreitung der Marmorkrebse einzuschränken.

Ihre Aggressivität verlieren sie aber nicht, und so zeigt sich an diesem Beispiel, wie die unbedachte Einführung einer Tierart in ein zuvor ausbalanciertes Öko-System in sehr kurzer Zeit das Ganze ins Wanken bringen kann.

Creative Commons License photo credit: ikaah


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