Auswandern will wohl überlegt sein, Beispiel: Namibia
23. August 2010| Tweet |
Am Beispiel Namibia kann man gut sehen, wie schlecht die Vorbereitung der Auswander-Kandidaten oft ist. So berichtet der Leiter des Honorarkonsulats von Namibia von Fällen, in denen Familien vorstellig wurden, um nach Namibia auszuwandern, ohne das Land je gesehen zu haben, noch eine Ahnung davon zu haben, wie dort die Lebensbedingungen seien. Man habe gehört, dass es dort “schön” sei, und schon war der Plan gefasst.
Das Leben in Afrika ist nicht leicht
Das TV trägt deutlich zum Boom der Auswanderungswilligen bei. So seien seit Anfang des Jahres schon mehr als 50 Anfragen zu einer Auswanderung nach Namibia im Honorarkonsulat eingetroffen.
Der Konsul ist da in einer keiner beneidenswerten Rolle, denn die Träume der Anfragenden, woanders die hier plagenden Probleme hinter sich zu lassen und ein neues, glückliches Leben zu beginnen, muss er allzu oft zerstören.
Aufnahmestopp in Namibia: Aus der Traum
Denn Namibia verteilt zur Zeit keine langfristigen Aufenthaltsgenehmigungen an Ausländer. Die Arbeitsmarktlage erforderte diese Maßnahme der Verwaltung von Namibia. Schon seit zwei Jahren also nehme Namibia keine Auswanderer bzw. Einwanderer mehr auf. Nur wer schon eine Ausbildung zum Ingenieur oder ähnlich gesuchten Berufen habe, habe noch eine Chance, dauerhaft in Namibia zu leben. Doch selbst dann rät der Honorarkonsul dazu, sich diesen Schritt wohl zu überlegen, denn das Leben in Namibia sei nicht leicht.
Informationen zum Land und zum Leben erhalte man beim Honorarkonsul, nicht aber ein Visum. Das müsse man immer noch bei der Botschaft in Berlin beantragen.
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Schlagworte: Auswandern, Botschaft, Einwandern, Ingenieur




