Merkel kommt nicht zum Halbfinale Deutschland – Spanien
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Merkel kommt nicht zum Halbfinale Deutschland – Spanien

6. Juli 2010

Hier gäbe es genug zu tun für Kanzlerin Merkel.

Hier gäbe es genug zu tun für Kanzlerin Merkel.

Man mag dazu stehen, wie man will, viel Unglück hat sie als Talisman der deutschen Nationalmannschaft noch nicht gebracht. Und repräsentative Funktionen dürfen auch einem Bundeskanzler oder einer Bundeskanzlerin zustehen, auch wenn das seit Kurzem hauptsächlich der Job von Christian Wulff sein sollte, der jetzt im Schloss Bellevue Horst Köhler abgelöst hat. Abgesehen davon aber, dass in Zeiten wie diesen, wenn nicht nur die Finanzen des Landes zusammenbrechen, sondern auch ihre eigene Koalition – wie bei der Bundestagswahl gesehen – nicht gerade einheitlich hinter ihr steht, sollte eine Frau in dieser Position sich doch tatsächlich um ihr Tagesgeschäft kümmern, und nicht beinahe tagelange Reisen nach Südafrika unternehmen, nur um der Fußballnationalmannschaft zuzuschauen.

Erstens hat sie eh keine Ahnung von Fußball, auch wenn das im Film zur WM 2006 “Sommermärchen” von Sönke Wortmann ein wenig anders dargestellt wurde (und noch dazu weiß sie nicht mal, wie man richtig jubelt), und zweitens findet diese WM nicht in Deutschland statt, wo eine Anwesenheit in diversen Stadien durchaus noch vertretbar war.

Zurück zum Finale? Hoffentlich – oder auch nicht

Zum Halbfinale wird sie also nicht erscheinen, nachdem sie im Viertelfinale gegen Argentinien noch ziemlich häufig von der Weltregie beim Turnier in Südafrika ins Bild gepackt wurde. Es gab schließlich bei 4 Toren auch genug Anlass dazu.

Nun bleibt sie also zu Hause und kümmert sich hoffentlich um Angelegenheiten, die tatsächlich wichtig für die eigentlich erste Person im Staate sind. Zum eventuellen Finale wird sie sich aber wahrscheinlich nicht nehmen lassen, wieder nach Südafrika zu reisen. Wir hoffen zwar, dass es diesen Anlass geben wird, nicht aber, dass dann wieder Zeit verschwendet wird, die man mit regieren füllen sollte. Es sagt ja niemand, dass die Dame die Spiele sich nicht zu Hause anschauen darf, oder in welcher Versammlung sie auch sonst gerade sein mag. Dieses ständige Hin- und Herjetten, nur um dann doch wie der Ochs vorm Berg im Stadion zu sitzen und kaum zu begreifen, was sich dort unten auf dem Rasen abspielt, das muss nun wirklich nicht sein.

Creative Commons License photo credit: [charlie cravero]


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