Deutschland bezwingt England mit Anti-Wembley-Tor
27. Juni 2010| Tweet |
Eine Demonstration, eine Zerlegung erster Kajüte zelebrierte die deutsche Nationalmannschaft mit den Engländern, die die meiste Zeit der Partie nicht wussten, wie ihnen geschah.
Die Frage, ob Deutschland so stark oder England so schwach war, lässt sich ziemlich leicht beantworten: Beides. Oh Lord, was die Engländer da in der Defensive ablieferten, war nicht mal erstligawürdig, geschweige denn genug für eine WM. Zwar patzte diesmal David “Calamity” James nicht, doch ließen ihn seine Vorderleute ein ums andere Mal im Stich.
Unglaublich schwache und träge Engländer
Die deutsche Offensive schaltete und waltete nach Belieben und hätte wie schon gegen Australien auch noch mehr als nur 4 Tore erzielen können. Mit diesem Sieg ist auch sofort jegliche Diskussion im Keime erstickt, ob Deutschland denn auch gegen einen sogenannten “Großen” gewinnen könne.
Es sollte nicht verschwiegen werden, dass auch die deutsche Defensive des Öfteren wackelte, ein Mal Glück bei einem Lattenschuss hatte und dann: Ein reguläres Tor der Engländer nicht gegeben wurde, eine Kopie des Wembleytores unter umgekehrten Vorzeichen. Der Ball prallte von der Latte eindeutig und eigentlich auch leicht zu sehen hinter die Torlinie, doch die Schiedsrichter gaben das Tor nicht. Dieser Ball wäre das 2:2 gewesen und natürlich hätte das Spiel dann noch einen anderen Verlauf genommen.
Dennoch: Wenn selbst die englischen Reporter zugeben, dass man froh sein muss, “nur 4 Stück” bekommen zu haben, wenn sie frei von jedem Neid oder Hohn oder Spott in Bezug auf die Deutschen sind, stattdessen lamentieren, dass England wirklich alles vermissen lassen habe, dann kommt das der Wahrheit schon sehr nahe.
Thomas Müller oder Mesut Özil? Gleich zwei deutsche “Stars”
Mesut Özil ist immer weiter auf dem Weg zum Topstar dieser WM, ein Konkurrent für ihn ist sogar noch in den eigenen Reihen zu finden: Auch Thomas Müller schlägt sich glänzend bei dieser WM in Südafrika. Die letzten 2 Tore steuerte er zum überragenden 4:1-Sieg bei und die deutsche Nationalmannschaft darf sich bei Louis van Gaal bedanken, dass er dieses Talent Müller so intensiv gefördert hat.
Auch einen weiteren deutschen Spieler, der gegen England eine fantastische Leistung bot, hat van Gaal groß gemacht: Bastian Schweinsteiger. Er brillierte, wo die Engländer ihn ließen, und das war an vielen Stellen auf dem Platz. Diese deutsche Mannschaft ist bekanntermaßen die jüngste seit 1934, aber sie steht schon im Viertelfinale und hat 9:2 Tore in 4 Partien erzielt. Sie muss auch Argentinien nicht fürchten, hat sich aber in der Defensive (und auch im Tor, wo Manuel Neuer seltsam fahrig und schluderig wirkte) zu steigern. Dann ist das Finale möglich und vielleicht noch mehr.
England hingegen ist jetzt da, wo Frankreich und Italien schon vor ein paar Tagen gelandet waren: im Aus bei dieser WM in Südafrika. Eine traurige Leistung des selbst ernannten Co-Favoriten und dementsprechend war auch die Miene des David Beckham während der Partie. So kann England nicht weitermachen.
photo credit: twinkleboi
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Schlagworte: Bastian Schweinsteiger, Deutschland, England, Mesut Özil, Star, Thomas Müller, Wembley-Tor





Gut sah Calamity James bei zwei der vier Gegentore aber auch nicht aus. Die Engländer hatten schon immer ein Torwart-Problem, und Calamity James macht seinem Dasein als englischer Nationalkeeper alle Ehre!
Kommentar by Tami — 29. Juni 2010 @ 12:29
Ein fantastisches Spiel. Die Deutschen zeigten sich als Team und hatten letztendlich mehr Klasse als die Engländer.
Kommentar by Michael — 30. Juni 2010 @ 09:45
Was ein geiles Spiel das doch war und dann noch das Wembley 2.0 Tor. Der Wahnsinn!
Kommentar by Wembley 2.0 — 3. Juli 2010 @ 09:48