Skandal im Team von Frankreich
Touring-Afrika.de - ReiseführerTouring-Afrika.de - Reisen
   
 

 

 


Skandal im Team von Frankreich

20. Juni 2010

Skandal im Team von Frankreich: Spieler verweigern Training

Skandal im Team von Frankreich: Spieler verweigern Training

Explosion in Frankreich! Na gut, nur im Fußball-Nationalteam von Frankreich. Raymond Domenech war seit Jahren unbeliebt, nun ist das Fass mit der Ansammlung von eigenwilligen Diven im Team von Frankreich, das seinen Trainer nicht mag, explodiert. Zuerst die Schimpftirade von Nicolas Anelka, die zu seiner Verbannung nach Hause geführt hat, dann der Auftritt des Kapitäns von Frankreich, Patrice Evra, der gar nicht so sehr die schlimme Entgleisung von Nicolas Anelka bedauerte, sondern die Tatsache, dass diese Äußerungen an die Presse gelangt sind.

Dann die großen Überschriften in L’Equipe, die haarklein zitieren, was Anelka seinem Trainer entgegengeschleudert hatte (worauf dieser ihn in der Halbzeitpause der Partie gegen Mexiko sofort auswechselte). Woraufhin der französische Verband Anelka aber nicht sofort nach Hause schickte, sondern eben erst, als es in der Presse auftauchte.

Heute dann eine neue Eskalation. Teile des Teams glaubten im Fitnesscoach den sogenannten “Maulwurf” ausgemacht zu haben, konfrontierten ihn mit ihren Vorwürfen. Und weigerten sich im Anschluss, das Training zu beginnen, woraufhin der französische Delegationsleiter sagte, dass er die Kontrolle über das Team verloren habe und nach Paris abreiste. Zur Stunde kocht dieser Skandal weiter hoch.

Les Bleus außer Rand und Band

Die Mannschaft hat nun eine Erklärung verlesen lassen, in der sie ankündigt, auf jeden Fall am kommenden Dienstag alles zu geben, um “die Farben ihres Landes” würdig zu vertreten. Und so weiter blablabla. Davon, dass die Flüche niemals an die Öffentlichkeit hätten gelangen dürfen, rücken sie allerdings nicht ab. Und verharmlosen stattdessen diese Verhaltensweise als etwas, was in Spitzenteams häufig vorkäme. Das ist schwer zu glauben. Und selbst wenn es so wäre, würde es immer noch nicht erklären, wieso die Spieler sehenden Auges das Team und damit die gesamte Unternehmung “Weltmeistertitel” wahlweise implo- oder explodieren lassen.

Eine seltsame Melange an Eigenbrötlern, Egozentrikern, Unsozialen und teilweise auch einfach Deppen haben sich die Franzosen da zusammen gestellt. Wie es heißt, würde der weiße, gut erzogene Gourcouff von den anderen Spielern gemobbt, unter anderem, weil er nicht den ganzen Tag Playstation spiele, sondern auch mal ein Buch lese! Das aber nur am Rande.

Denn eigentlich geht es hier vor allem um den Konflikt zwischen Domenech und der Mannschaft, zwischen der das Tischtuch schon lange zerschnitten war.

Damit steht nicht nur dieses französiche Team, sondern der gesamte Verband vor der Zerreißprobe: lässt man die meuternden Stars ab August unter einem neuen Trainer wieder weitermachen? Oder rasiert man sie alle und wagt den Neuaufbau?

Bei allen Verwicklungen, die es zwischen Theo Zwanziger und Jogi Löw gab: Wenn man zur Stunde nach Frankreich blickt, sind das nur Peanuts.

Creative Commons License photo credit: net_efekt


Das könnte auch interessieren:

» Offiziell: Pretoria eine der lebenswertesten Städte der Welt
» Soweto: Die Townships im Südwesten von Johannesburg
» Olympia 2012: Im Fußball vier Teams aus Afrika dabei
» Kapstadt: Frachter vor Südafrika gestrandet
» Südafrika: Afrika-Cup 2013 hauptsächlich in kleinen Stadien

Schlagworte: , , , , , , ,

Keine Kommentare »

Noch keine Kommentare

RSS Feed für Kommentare zu diesem Artikel. TrackBack URL

Hinterlasse einen Kommentar










  
Touring-Afrika auf Facebook