Fußball-Trikots: Laufende Werbetafeln
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Fußball-Trikots: Laufende Werbetafeln

17. Juni 2010

Früher war Fußball einfach nur Fußball. Elf Spieler traten gegen elf andere Spieler an, um zu zeigen, dass sie besser sind als der Gegner. Daran hat sich bis heute nichts geändert, und das wird auch sicher immer so bleiben. Stark verändert hat sich dagegen die Gestaltung der Trikots. Während in vergangenen Zeiten auf dem Rücken die Nummer des Spielers stand, kam später der Name hinzu, zumindest im Bereich der Profis. Andere Profis entdecken die Fußballtrikots der Spieler bald für sich als ausgezeichnete Fläche für Werbebotschaften. Mitte der 50er Jahre geschah es das erste Mal, dass ein Fußballverein seine Spieler mit Werbung auf dem Trikot auflaufen ließ.

Es war in Uruguay und der Verein hieß Peñarol Montevideo. In Deutschland war es der Verein Eintracht Braunschweig, der die Werbung zuerst für sich in Anspruch nahm. Gegen den lauten Aufschrei der Verantwortlichen des DFB liefen die Spieler im Jahr 1973 mit dem berühmten Hirsch der Firma Jägermeister auf. Dem DFB zum Trotz folgten bald weitere Vereine, der HSV machte Werbung für Campari, Eintracht Frankfurt für Remington und Fortuna Düsseldorf für Allkauf. Die Idee der Trikot-Werbung hatte allerdings nicht Eintracht Braunschweig, auch nicht das Unternehmen Jägermeister. Schon sechs Jahre vorher war es der in finanzielle Schräglage geratene Verein Wormatia Worms, der seine Situation mit Werbung auf dem Fußballtrikot seiner Spieler aufbessern wollte.

www.fussball.de


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