Man “arbeitet” an der Vuvuzela-Problematik
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Man “arbeitet” an der Vuvuzela-Problematik

13. Juni 2010

Die ersten Spiele sind gespielt, die Ohren der Welt können schon nicht mehr. Ich muss sagen, so schlimm finde ich dieses Tröten eigentlich nicht. Man kann es doch ganz gut ausblenden. Das einzige, was dadurch fehlt, sind die fußballtypischen Geräusche, die erfolgreichen und auch erfolglosen Torschüssen nachfolgen. Man kann mit Vuvuzelas das Bild nicht mehr aus den Augen lassen, denn der Ton verrät einem nicht mehr, was auf dem Rasen passiert.

Trotzdem ist mir nicht verständlich, warum es nun Bestrebungen gibt, die Vuvuzela zu verbieten. Das Problem, Entschuldigung, das Phänomen ist doch nicht neu. Beim Confed-Cup 2009 war es doch schon so, bei allen übrigen Spielen in Südafrika ist es ebenso Usus. Da kann die Welt jetzt nicht völlig überrascht tun und sich abwenden wollen.

Dennoch gibt es diese Bestrebungen, und wenn man liest, dass es nur eines außermusikalischen Anlasses bedarf, nämlich wenn jemand eine Vuvuzela aufs Spielfeld wirft, um sie zu verbieten, dann weiß man schon, dass es nicht mehr lange dauern wird, bis die Vuvuzelas wieder Geschichte sein werden.

Schade, denn so nervig ihr Sound auch sein mag: Sie sind etwas Südafrika-eigenes. Und wenn man den Fußball nicht in ein Land geben und ihn dann dort landestypisch begleiten lassen will, dann verliert die Welt noch mehr an Abwechslungsreichtum und wird noch stromlinienförmiger.

Von uns aus ein klares “Ja” pro Vuvuzela. Dass wir damit aber nicht durchkommen werden, wissen wir leider auch.

Genießt es, so lange sie noch tröten.


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7 Kommentare »

  1. Das ist doch Quatsch! Die Vuvuzela ist kein Kulturgut, sondern ein seit 2001 produzierter China-Import.

    Und mal ganz davon abgesehen: selbst wenn sie Kulturgut wäre. Niemand hat etwas gegen infernalischen Lärm bei Ecken, Fouls, Toren usw.

    Es geht hier ausschließlich um die penetrante Dauerbeschallung über 90 Minuten, ohne Sinn und Verstand, jede Stadionatmosphäre eliminierend. Das hat mit Kultur nichts zu tun, es ist kulturlos. Alles was Fußball rund um die Welt ausmacht, Fangesänge, Pfiffe usw., wird durch das angebliche Kulturgut untergebuttert.

    Wenn die nächste Nation meint, es sei ihre Kultur das Spiel über 90 Minunten mit 30.000 Trillerpfeifen zu begleiten, muss man das ebenfalls akzeptieren oder wie?

    Keiner hätte was dagegen, wenn die Afrikaner ihre Kultur mit Trommeln, KUDUzelas und ähnlichem repräsentieren… Musik und Rhythmen produzieren.

    Aber wenn sie das penetrante Blasen in eine Plastiktröte als Kultur empfinden, dann muss ich für meinen Teil leider sagen, dass ich sie in der Tat für kulturlos halte.

    Kommentar by MarkS — 13. Juni 2010 @ 16:33

  2. Die Vuvuzela Dauerbeschallung geht ganz schön auf die Nerven. Wenn das “Kulturgut” schon nicht verboten werden soll, dann muss es unseren Fernsehsendern doch möglich sein diese Hindergrundbeschallung im Verhältnis zu den Reportermikrofonen zu reduzieren. Dadurch geht zwar eine gewisse Stadionatmosphäre bei besonderen Aktionen (Tore, groben Fouls, Fehlentscheidungen usw.) verloren, aber ich muss mir nicht ständig das Bienenschwarmgesumme anhören. Als Alternative bleibt nur noch den Ton generell leiser zu stellen und notfalls mit Untertitel schauen. Schade :-(

    Kommentar by Alfred Kießling — 13. Juni 2010 @ 17:28

  3. @MarkS: Ich finde es ehrlich gesagt etwas vermessen, den kulturellen Hintergrund auf das Geräusch an sich oder das Material zu reduzieren…undabhängig davon: Wer hat denn die Definitionshoheit für den Begriff Kultur?

    Kommentar by Florian — 14. Juni 2010 @ 00:45

  4. Klarnervt die Dauerbeschallung, aber wieso werden die Vuvuzelas dann hier in Deutschland beim Public-Viewing verboten?!?!Ich glaube kaum, das jemand auf die Idee käme, 90 Minuten lang dauer zu blasen! Und gesundheitsschädlich sind die Dinger meiner Meinung nach auch nicht, denn es ist 100 Mal unangenehmer, wenn einer neben dir auf Fingern pfeift, als wenn er auf einer Vuvuzela trötet! Und die Tröten mit Gas sind auch ne Ecke lauter!
    Also meiner Meinung nach ist das, zumindest beim Public Viewing, völliger Blödsinn die Vuvuzelas zu verbieten!

    Kommentar by Sarah — 14. Juni 2010 @ 09:32

  5. was für ein scheiss getrööööööööööööööte, ich schau ab jeztz
    ohne Ton

    Kommentar by Tomsn — 14. Juni 2010 @ 14:31

  6. Verbietet diese Drecksdinger endlich!
    Hört denn da niemand auf die Mehrheit??
    Die Dinger stressen und Süd Afrika ist jetzt schon in der ganzen Welt (Quellen: internationale Presse) als völliges Fehlland für WM Austragungen verpöhnt!
    Spieler, Trainer, Moderatoren, Zuschauer auf der ganzen Welt vordern ein Verbot….!!!

    Kommentar by Ben — 14. Juni 2010 @ 15:01

  7. Die Spieler sollten das entscheiden.
    Fernsehzuschauer können den Ton abschalten, leiser stellen. Die Spieler sind jedoch ringsherum 90 Minuten (bei Verlängerung noch länger) dem Lärm ausgesetzt. Sie sind die eigentlichen Leidtragenden. Was ist, wenn Hörschäden auftreten? Ausgerechnet in dem Bereich, wo auch die menschliche Stimme angesiedelt ist, ist die Frequenz dieser Vuvuzelas, nur sehr viel lauter. Das Gehör der Spieler wird darunter garantiert leiden. Was ist, wenn einige Spieler nach der WM die Fifa verklagen? Daher müssen die Spieler das entscheiden, weil sie am meisten darunter leiden.

    Kommentar by Obatala — 15. Juni 2010 @ 03:05

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