Verrückte Story um das Trikot von Nordkorea
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Verrückte Story um das Trikot von Nordkorea

9. Juni 2010

Screenshot von Astore

Screenshot von Astore

Wie die SZ berichtet, hatte Nordkorea als einziges Team bis vor ganz kurzer Zeit keinen Ausrüster für seine Trikots für die WM in Südafrika. Dass sie sich nicht von den kommerziellen Riesen wie adidas oder gar Nike aus dem Lande des Erzfeindes USA sponsorn lassen würden, war allen klar. Dass sie aber überhaupt keinen Ausrüster hatten, scheint wohl kaum bekannt gewesen zu sein. Andererseits wollte auch kein Sportartikelhersteller mit einem Land aus der “Achse des Bösen” vor die Kameras der Welt treten, so dass eine Suche vom Team Nordkorea nach einem Trikot zwangsläufig eine schwierige Sache sein würde.

Nordkorea kauft kurz vor knapp seinen eigenen Satz Trikots

Wie sich die Story nun darstellt, ist sie aber noch hanebüchener als man hätte annehmen können: Weil die Zeit drängte und Nordkorea nun schließlich an der WM teilnehmen wird, kauften die Verantwortlichen der Mannschaft kurzerhand stickum Trikots selbst. Und zwar von einer hierzulande unbekannten Marke aus dem Baskenland, welche hauptsächlich in der Sportart Pelota ausrüstet. Und nicht im Fußball. Und die Trikots, die die Nordkoreaner schließlich gekauft haben, sind auch gar nicht jene für Profisportler, sondern für Hobbysportler. Und was dem ganzen dann die Krone aufsetzt, ist, dass Nordkorea lediglich einen einzigen Satz Trikots gekauft haben soll — für 500 Euro.

Ein Satz Trikots für die gesamte WM. Da darf der Gegner nicht zu sehr an den Trikots reißen, denn wenn eines der wenig wertvollen Leibchen kaputtgeht, fehlt der Ersatz.

Statt Ausrüstereinnahmen zu erhalten muss Nordkorea selbst zahlen

Die Marke heißt übrigens Astore (ob “astor” oder “astore” ausgesprochen, ist hier nicht bekannt). Und die dortigen Inhaber wussten überhaupt nichts von dieser Aktion Nordkoreas. Sie hätten sich auch nicht zu einer Kooperation bereit erklärt, da sie Nordkoreas Politik ähnlich ablehnend gegenüberstehen, wie die meisten anderen Ausrüster ebenfalls. Äußerst erstaunlich, solch ein Vorgang im Jahr 2010, in dem Ausrüsterdeals mit Fußballländern wie Brasilien, England oder Frankreich teils dreistellige Millionensummen schwer sind. In Nordkorea reichten 500 Euro, allerdings aus der eigenen Tasche in die des Herstellers und nicht umgekehrt. Verrückt.


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8 Kommentare »

  1. öhm lol ?

    wieso ließ nordkorea es nich im eigenen land herstellen ?, die werden doch sowas wie textil manufakuren haben Oo

    btw ein satz reicht aus wenn man ihre gruppe kennt xD aber 500 euro ???? ich zahl für ein original deutschland trikot fast 60euro…. klingt ja so als ob sie die aus china hätten oder den sponsor beschissen hätten

    Kommentar by Jeff — 12. Juni 2010 @ 17:58

  2. Oder mit einem Satz meinen die nur für 11 Spieler…

    11 * 60 = 660 €… mit bisschen Handeln bekommt man da sicher 500€ raus :D

    Kommentar by stefan — 14. Juni 2010 @ 11:02

  3. Hallo liebe Afrika-Blogger! Ich habe die Geschichte auch aufgregriffen und mich mal mit dem Hersteller in Verbindung gesetzt. Lest die verrückte Geschichte hier:

    http://rockt.tv/fashion/lass-die-finger-von-nordkorea/

    Liebe Grüße aus FFM!

    Kommentar by Arne — 15. Juni 2010 @ 11:34

  4. … und was ist eigentlich mit den Schuhen? Auch vom Trikot-Hersteller? ;)

    Kommentar by caramel — 21. Juni 2010 @ 14:13

  5. also was hier steht kann überhaupt nicht stimmen. Denn schaut man sich die Trikots von Nordkorea mal genau an, kann man erkennen, dass der Ausrüster LEGEA (ein italienischer Sportartikelhersteller) ist und kein Unternehmen aus dem Baskenland…

    Kommentar by n4p-o — 23. Juni 2010 @ 00:26

  6. Da möchte ich einfach nochmals auf unsere Quelle verweisen: http://www.sueddeutsche.de/i5L384/3378410/Trikots-selbst-gekauft.html

    Fehler sind natürlich nicht ausgeschlossen, aber eigentlich halte ich die SZ für seriös;-)

    Wer mehr Infos dazu hat, kann sich hier gerne äußern!

    Grüße
    Johannes

    Kommentar by Johannes — 23. Juni 2010 @ 13:08

  7. Das ganze ist ja ne Weile her, aber Trikots von Astore hatten die Nordkoreaner nie. Legea hat sie beliefert, weil sie sich “nicht für Politik interessieren”. Wie auch immer man das auffassen will. Die SZ jedenfalls hatte falsche Informationen….

    Kommentar by Max — 23. Juli 2010 @ 00:43

  8. Kommando zurück: Sie hatten Astore-Trikots, aber anscheinend hat es Probleme gegeben, weil der Hersteller nicht mit NK in Verbindung gebracht werden wollte, also sprang Legea ein.

    Kommentar by Max — 23. Juli 2010 @ 00:46

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