Südafrikas WM-Finale wird von Béla Rhéty kommentiert
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Südafrikas WM-Finale wird von Béla Rhéty kommentiert

19. Mai 2010

Die Besetzung der deutschen Kommentatorenplätze ist schon geklärt.

Die Besetzung der deutschen Kommentatorenplätze ist schon geklärt.

Das ist für Kenner der Szene keine besondere Neuigkeit, gilt Béla Rhéty doch schon seit einigen Jahren als der Mann für die Nationalmannschaft bzw. die großen Spiele auch ohne deutsche Beteiligung beim ZDF. Nicht umsonst trägt er die Bezeichnung “Chef-Kommentator” seines Senders, auch wenn er da nicht so wahnsinnig viel Chefsein ausleben kann, denn es hätte nur wenige andere Kandidaten für seine Rolle während des WM-Finals gegeben.

Rhéty: Für Deutschland wird es nur das Viertelfinale in Südafrika

Im Interview verrät Rhéty auch, wer seine Favoriten für die Teilnahme am WM-Finale in Johannesburg, Südafrika, sind: England und Brasilien schätzt er als “ausgewogen” und ähnlich stark besetzt ein. Der deutschen Mannschaft traut er das Viertelfinale zu, würde dies aber schon als Erfolg werten. Und jenes Interview, aus welchem hier zitiert wird, fand schon statt, bevor die Nachricht vom Ausfall Michael Ballacks die Runde machte.

Seit Jahr und Tag mit dem selben Assistenten

Er selbst sei übrigens kaum noch nervös vor dem Kommentieren von Spielen. Zwar sei auch für ihn das WM-Finale natürlich ein besonderer Job (“man wacht schon mit einer ganz anderen Stimmung am Morgen auf”), aber nervös sei er nicht mehr, aufgrund seiner Routine und auch seines Vertrauens in seinen Assistenten, mit dem er bereits seit 15 Jahren zusammenarbeite. Ein Zeitraum, der im harten Kommentatoren-Metier schon als besonders lange anzusehen sei. Ansonsten bleibt Rhéty allerdings auch in diesem Interview dröge wie immer und verrät weder besondere Tricks noch Wissenswertes aus dem Nähkästchen der Kommentatorenschule.

Die Kunst des Weglassens beim Kommentieren

Schade eigentlich, denn der Mann, der schon bei der EM 1996 Deutschland Europameister werden sah und auch bei der WM 2002 den Finalsieg Brasiliens kommentierte, hätte sicher ein wenig mehr zu erzählen als Lieschen Müller von nebenan. Schließlich ist der ZDF-Mann Rhéty in Brasilien aufgewachsen und Deutsch ist nicht mal seine Muttersprache. Erstaunlich also, dass es so jemand bis zu einem der wichtigsten Posten im journalistischen Sport-Deutschland gebracht hat. Unaufgeregt, das ist er wahrlich meist zurecht. Sachlich, ebenfalls, ein wenig zu Statistik-verliebt, aber das will er ja beim Finale sein lassen, wie er ebenfalls im Interview verkündet: “Bei einem WM-Finale besteht die Kunst im Weglassen”, wird er zitiert.

Na dann, Béla, halt Dich auch dran …

Das komplette Interview mit Béla Rhéty gibt’s bei monstersandcritics.de.

Creative Commons License photo credit: debaird™


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