David Beckham wird Englands Co-Trainer in Südafrika
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David Beckham wird Englands Co-Trainer in Südafrika

18. Mai 2010

Darf nun in Südafrika doch den Innenraum des Stadions betreten: David Beckham wird Co-Trainer Englands.

Darf nun in Südafrika doch den Innenraum des Stadions betreten: David Beckham wird Co-Trainer Englands.

Hatten wir gerade erst davon gesprochen, dass Michael Ballack bei der WM – so wie David Beckham – nur als “Maskottchen” seiner Nationalmannschaft an der WM teilnehmen würde können, da erreicht uns die Meldung, dass es im Falle David Beckham tatsächlich eine interessante Wendung gegeben habe, die Beckham wieder zu einem echten, vollwertigen Teilnehmer der WM werden lässt. Nun gut, nicht als aktiver Spieler auf dem Feld (und die Stimmen mehren sich ohnehin, dass dies kein allzu großer Verlust mehr sei, zu sehr sei David Beckham in die Jahre gekommen, ganz abgesehen davon, dass er sowieso nie als der ganz große Weltklassemann galt), sondern als Co-Trainer seiner englischen Mannschaft wird er in Südafrika an der Seitenlinie stehen. Und sein Team co-coachen, was auch immer er als Trainer-Novize da neben dem großen englischen Trainer Fabio Capello zu tun haben wird – außer eben ein Maskottchen zu sein, das die Stimmung im Team, vor allem aber bei seinen eigenen Werbekunden heben soll.

Mal y soit qui mal y pense: Denn wer auf der Trainerbank sitzt, kann viel öfter und ohne nerviges Nachfragen, warum denn nun auf die Tribüne geschwenkt werde, wenn doch auf dem Platz gerade das Spiel stattfinde, im TV-Bild gezeigt werden.

Beckham bringt all seine Erfahrung mit nach Südafrika

Der 115-malige englische Nationalspieler Beckham ist der Mann mit den meisten Einsätzen eines Feldspielers im englischen Nationalteam (“Three Lions”), nur Torwart Peter Shilton hat mit 125 Einsätzen noch mehr Länderspiele für England absolviert. Da Beckham zudem mit seinen Klubs Manchester United, Real Madrid und AC Mailand ordentlich Champions-League-Erfahrung gesammelt hat, darf man durchaus davon ausgehen, dass er zumindest jenen englischen Spielern mit wertvollem Rat zur Seite stehen könnte, die noch relativ jung sind und zum ersten Mal bei einem großen Turnier teilnehmen. Es ist also doch keine rein marketingmäßige Entscheidung, dass Beckham das englische Team nach Südafrika begleiten wird.

Beckham dann doch mit WM-Titel?

Auch sportlich trägt seine Nominierung als Co-Trainer dazu bei, dass er seine Meriten erhöhen könnte. Denn falls England Weltmeister werden sollte, was nicht nur viele Experten als nicht gänzlich unwahrscheinlich ansehen, sondern auch internationale Buchmacher, dann wäre Beckham dabei gewesen und könnte diesen Titel als Aktiver (wenn auch nur als Co-Trainer) in seine Biografie bzw. Titelsammlung aufnehmen lassen. Wenn ihm schon nicht vergönnt ist, als erster englischer Spieler 4x bei einer Weltmeisterschaft teilzunehmen (Deutschlands Rekordteilnehmer ist Loddamaddäus mit 5 Teilnahmen), so würde er dann doch wenigstens aktiv-passiver Weltmeister sein.

Allen Fernsehstationen, nicht nur den englischen, wird es recht und billig sein, sollte David Beckham dann tatsächlich samt seiner Entourage in den Stadien Südafrikas auftauchen: nicht nur wäre dann auch Victoria Beckham ständig im Bild. Es gäbe auch ständig zu berichten, wo diese einkauft, was sie trägt, wie sie die drei gemeinsamen Kinder gekleidet hat oder auch nur mit welcher anderen Spielerfrau sie gerade im Clinch liegt. Genau das also, weshalb x Prozent der Zuschauer, pardon Zuschauerinnen bei einer Fußball-WM einschalten.

Creative Commons License photo credit: U-g-g-B-o-y-(-Photograph-World-Sense-)


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