Niger-Expedition in Mali
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Niger-Expedition in Mali

6. Mai 2010

Viele Moscheen warten in Mali

Viele Moscheen warten in Mali

Mali ist eines der spannendsten Länder Afrikas. Unberührte Natur, quirlige Märkte und eine Vielzahl von Stämmen wartet auf die Besucher. Wer Mali erkunden will, der benötigt Geduld. In dem westafrikanischen Land geht nicht alles geregelt zu. Auch auf hohen Komfort müssen Touristen weitgehend verzichten. Doch wer das Land einmal in sein Herz geschlossen hat, der kehrt wieder zurück. Mali lässt sich am besten bei einer Expedition auf dem Niger entdecken.

Die Anreise
Die Flugverbindungen von und nach Mali sind leider noch nicht so weit entwickelt. Von Deutschland nutzt man am besten die Verbindung der Air France. Die fliegt von Düsseldorf, Hamburg, Frankfurt, München, Berlin und Stuttgart über Paris in die Hauptstadt Bamako. Deutsche Staatsbürger benötigen ein Visum. Das wird in der Regel vom Reiseveranstalter besorgt. Wer auf eigene Faust das Land erkunden will, der muss das Visum zuvor bei der Botschaft in Deutschland beantragen. Ferner ist eine Gelbfieber-Impfung vorgeschrieben. Auch eine Malaria-Prophylaxe wird empfohlen. Hier gibt es weitere Informationen

Ausgangspunkt der Reise ist Bamako
Wer Mali auf eigene Faust entdecken will, der sollte seine Reise in der Hauptstadt Bamako beginnen. Hier gibt es nur wenige Hotels und Unterkünfte. Internationale Gäste übernachten in der Regel im Hotel „Residence Wassulu“ .  Leider besteht für Mali eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes. Allerdings ist Mali im Vergleich mit anderen westafrikanischen Ländern als relativ sicher einzustufen. Das gilt erst Recht für Reisen, die über die gängigen Strecken führen. Deshalb sollte man von Bamako zunächst in östlicher Richtung fahren.

Ségou, San und Djenné
Von Bamako führt eine Piste durch die beeindruckende Sahellandschaft nach Ségou und dann weiter nach San und Djenné. Hier steht die weltbekannte Lehmmoschee. Auch der alte Ortskern sollte besucht werden. Djenné ist sehr geschichtsreich. Die Stadt galt einst als islamisches Glaubenszentrum und war einst ein Umschlagsplatz für Elfenbein und Sklaven. Jeden Montag findet hier ein traditioneller Markt statt.

Ein Fahrt auf dem Niger
Zum Pflichtprogramm für Mali-Besucher gehört sicherlich eine Fahrt auf dem Niger. In Mopti ist der Zusammenfluss von Bani und Niger. Die Stadt wurde einst von Bozo-Fischern gegründet und ist seither eine der wichtigsten Flusshafenstädte. Von hier starten Pirogen und Pinassen. Touristen sollten zum Transport eine der alten Pinassen wählen. Die Pinasse ist ein traditionelles Holzboot mit Außenbordmotor. Die Pinassen sind meist hoffnungslos überladen, da fast jede Art von Gütern damit transportiert wird. Die Boote fahren nach Timbuktu. Man sollte die Stopps nutzen, denn gerade an den Nigerufern zwischen Mopti und Timbuktu hat Mali einiges zu bieten. Das Nigerbinnendelta lockt mit einer einzigartigen Landschaft. Die Peul-Siedlungen und die Moscheen sind Zeichen der afrikanischen Traditionen. Überall trifft man auf Somono- und Bozo-Fischer, Nomaden und Rinderhirten.

Das sagenumwobene Timbuktu
Die Fahrt auf dem Niger endet meist in Timbuktu. Die sagenumwobene Stadt wird auch als Goldstadt bezeichnet. In Timbuktu gibt es viel zu sehen. Besucher sollten daher einen zwei- bis dreitägigen Aufenthalt einkalkulieren. Es gibt einige gute Hotels. Empfehlenswert, gerade für ausländische Gäste, ist das Hotel „La Colombe“. Von hier kann man bequem zu Fuß die Stadt erkunden. Auf den Besucher warten zahlreiche Moscheen, eine mittelalterliche Universität und einige bunte Märkte.

( Carina Tietz )
Foto: © Carina Tietz


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