Nach der K-Frage nun auch wieder die F-Frage
19. April 2010| Tweet |
Frings nimmt sich – ausnahmsweise – ein Beispiel an Kuranyi
Nun reiht sich nach Kevin Kuranyi, der plötzlich in der Bundesliga die Saison seines Lebens abliefert, auch Torsten Frings bei den Spielern wieder ein, die eigentlich schon ausgemustert sind, aber auf einmal stark spielen. Am Wochenende schlug Torsten Frings (immerhin als defensiver Mittelfeldspieler) gleich zwei Mal zu, einmal per Elfmeter, einmal nahezu brasilianisch, wie unten stehendes schönes Video zeigt.
(Video Torsten Frings zum 3:2 beim VfL Wolfsburg, Endstand 4:2 für Werder Bremen vom 17.04.2010)
Nun reicht eine gute Leistung normalerweise nicht, um gleich alle Entscheidungen eines Trainers wieder umzuwerfen. Im Falle Löw vs Frings kommt aber, andes als bei der “K-Frage” hinzu, dass es kaum Alternativen gibt, die Torsten Frings zu ersetzen in der Lage wären.
Löws Lieblingsschüler Thomas Hitzlsperger wurde beim VfB Stuttgart nicht zuletzt deshalb aussortiert, weil er es nicht mal als Kapitän geschafft hatte, sein Standing im Kader des VfB so auszubauen, dass er zu Zeiten der sportlichen Krise einzugreifen in der Lage gewesen wäre. Resultat der Tatsache, dass Christian Gross, Stuttgarts neuer Trainer, Hitzlsperger immerhin offen und ehrlich mitteilte, dass er wohl keine Chance auf einen Stammplatz in der Bundesliga haben würde, war Hitzslsperger eigentlich hoffnungsfroher Wechsel zu Lazio Rom.
Bilanz dort bisher: 3 Einsätze, davon 2x ausgewechselt und im letzten dieser dreier Spiele gar mit der Höchststrafe für einen Fußballer versehen: erst ein- und im selben Spiel wieder ausgewechselt. Nun schmort er auf der Bank.
Alternativen sind fraglich
Die nächste Alternative Serdar Tasci ist gerade erst dabei, von seiner Verletzung zu genesen und es ist nicht klar, ob er rechtzeitig bis zur WM alte Form erreichen wird. Und oben diese alte Form überhaupt jene aktuelle des Torsten Frings übertreffen würde, das wäre ebenfalls noch nicht klar.
Torsten Frings nutzt die Gunst seiner guten Stunde, darauf hinzuweisen, dass Jogi Löw ohnehin nicht nach objektiver Leistung nominieren und aufstellen werde, sondern nach “Charakter” und seiner, Frings, Charakter sei eben nicht gefragt. Ein ähnliches Schicksal wie Kuranyi es erleidet, denn dass zumindest zur Zeit Kuranyi nicht schlechter als Gomez oder Klose ist, daran bestehen wenig Zweifel.
Frings wird bald Urlaub buchen
Allein, so wenig es bei Kurayni helfen wird, so wenig wird auch Frings Frust-Geheule jetzt dazu führen, dass Löw noch einmal seine Meinung ändert: Bei Frings sogar eher im Gegenteil. Er ist bekannt dafür, dass er mit ihm unliebsamen Entscheidungen nicht gerade professionell umgeht und oft eher für Ärger sorgt, wie ja nun gerade auch wieder.
Ein laues Lüftchen also zu Beginn dieses Sommers nur, das Torsten Frings da ausgehaucht hat. Er wird, wie er selbst schon bekannte, bald seinen Sommer-Urlaub buchen. Allerdings, davon ist auszugehen, nicht nach Südafrika.
photo credit: bremer sportbild dienst (bsd)
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Schlagworte: Bundestrainer, Jogi Löw, K-Frage, Kevin Kuranyi, Südafrika, T-Frage, Torsten Frings, VfL Wolfsburg, Werder Bremen, WM 2010




