Vorbehalte gegen Südafrika entkräftet
13. April 2010| Tweet |
Einen äußerst interessanten und lesenswerten Beitrag zur Frage, wie und vor allem warum all das vermeintlich Negative im Umfeld der WM 2010 in Südafrika wahrgenommen wird, hat Klaus Raab bei der taz veröffentlicht. Erstaunlich auch, wie leicht sich all die Anwürfe, die es gegen eine Austragung eines solchen Großereignisses in der Republik am Kap gibt, entkräften lassen. Ganz basal gesagt läge dieser Problematik eine selektive Wahrnehmung zugrunde, welche den eigenen Ressentiments entsprechend Nachrichten zum Thema Südafrika oder WM in Südafrika filtere und aufnehme oder teils gar willentlich missinterpretiere.
Als da wären die Punkte:
- Grundsätzliche Zweifel an den Fähigkeiten
- Korruption im Bau
- Sicherheit
- Mangelnder Ticketverkauf
Mit unterschiedlicher Stärke kann Raab all diese Vorwürfe als willentlich eingefärbte Interpretationen der realen Begebenheiten in Südafrika entkräften. Immerhin bestreitet er nicht, dass die Sicherheitsverhältnisse in Südafrika insgesamt deutlich bedrohlicher seien als in Deutschland.
Gerade im letzten Punkt aber, dem Ticketverkauf, erfährt man aus der taz ein interessantes Argument: der tatsächliche Kartenabverkauf der Tickets für die WM 2010 in Südafrika fände gar nicht über den DFB statt, sondern direkt auf der Seite der FIFA und bei den Reiseveranstaltern, welche Komplettpakete für Reisen nach Südafrika inklusive Stadionbesuch anbieten.
Weshalb auch nicht davon auszugehen sei, dass die Stadien so leer sein werden, wie es Schwarzmaler gerne voraussagen. Nach einem kleinen Seitenhieb auf die Kritiker der Vuvuzela folgt dann noch mal der Schluss: wer die vorliegenden Fakten und Umstände so interpretieren will, wie die Ressentiment-Träger es tun, der könne das. Richtig liege er damit aber nur bedingt.
Hier noch mal der Link zum Artikel bei der taz.
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Schlagworte: selektive Wahrnehmung, Sicherheit, Südafrika, Vorwürfe, WM 2010



