Arganöl – Marokkos weißes Gold
Touring-Afrika.de - ReiseführerTouring-Afrika.de - Reisen
   
 

 

 


Arganöl – Marokkos weißes Gold

8. April 2010

Die Arganie wächst nur in Marokko

Die Arganie wächst nur in Marokko

Arganöl ist das weiße Gold Marokkos. Das Öl ist besonders reich an Nährstoffen und wird mittlerweile in die ganze Welt exportiert. ARTE hat marokkanische Frauen bei der Herstellung von Arganöl beobachtet. Der Zuschauer darf sich auf eine spannende Reportage freuen.

Früh aufstehen
Bei der Herstellung von Arganöl wird das traditionelle Marokko mit dem modernen Marokko verbunden. In einem kleinen Dorf im Südwesten Marokkos wohnt Arbia el Kasri. Bis vor einigen Jahren war sie ausschließlich als Hausfrau beschäftigt. Doch diese Zeiten sind längst vorbei. Heute arbeitet die Marokkanerin in einer selbst gegründeten Kooperative. Schon morgens um sechs Uhr verlässt Arbia el Kasri das Haus, um mit anderen Frauen gemeinsam Arganöl zu produzieren. Die Herstellung ist eine Kunst, die die meisten Marokkanerinnen schon seit vielen Jahrhunderten beherrschen.

Arganöl ist teuer
Arganöl war bis vor einigen Jahren in ganz Marokko noch preiswert käuflich zu erwerben. Doch dann schaffte es den Sprung über die Straße von Gibraltar nach Europa und eroberte sogar die ganze Welt. Spitzenköche schwören auf Arganöl und Feinschmecker genießen es. Auch viele Kosmetik-Firmen benutzen es für die Herstellung ihrer Produkte. Durch die gesteigerte Nachfrage hat sich der Literpreis mehr als verdoppelt. Das kommt den Marokkanerin natürlich zu Gute und die mühsame Herstellung wird so lukrativ.

Mühevolle Herstellung
Die Herstellung von Arganöl ist mühsam. Für die Herstellung von einem Liter Öl benötigt man rund 40 Kilogramm Früchte. Die Herstellungsdauer für einen Liter Öl liegt bei knapp drei Tagen. Arganöl stammt ursprünglich von der Arganie. Die Arganie ist ein Dornenbaum, der auf der ganzen Welt nur im Südwesten Marokkos wächst. Für die Herstellung interessant sind allerdings nur die Früchte. Diese werden zunächst gesammelt und dann getrocknet. Später werden die Kerne vom Fruchtfleisch getrennt und mit Hilfe von Steinen aufgeklopft. Im Kern befindet sich ein Samen. Dieser wird geröstet und gemahlen bis das Öl zum Vorschein kommt. Die Klopfarbeit ist sehr mühsam, da die Schale des Kerns 18-mal härter ist als die Schale einer Haselnuss.

Das Geschäft mit dem Öl
Das Geschäft mit dem Arganöl ist für die marokkanischen Frauen lukrativ, aber andererseits hat es auch negative Auswirkungen. Die weltweite Krise macht auch vor Marokko nicht halt und hat sich auch im Verkauf von Arganöl bemerkbar gemacht. Naturschützer kritisieren, dass die Abholzung den Bestand der Arganien gefährdet. Die Bäume werden bis zu 250 Jahre alt. Auch die Ziegen der Nomaden stellen eine Gefahr da, denn Sie fressen die Bäume kahl. Doch noch viel größer ist die Konkurrenz, die aus Europa ins Land strömt. Pfiffige Geschäftsleute wollen das Öl mit Hilfe von Maschinen schneller, zuverlässiger und sauberer produzieren.

TV-Tipp
10. April 2010 um 15:10 Uhr bei ARTE „Arganöl – Marokkos weißes Gold

( Carina Tietz )
Foto: © dido-ob – www.pixelio.de


Das könnte auch interessieren:

» Wie verhält man sich im Restaurant in Südafrika?
» Olympia 2012: Im Fußball vier Teams aus Afrika dabei
» Suaheli Online-Wörterbuch
» Marokko: "Exit Marrakech" wird mit Starbesetzung gedreht
» Angola: Die größte Ölplattform der Welt

Schlagworte: , , , , , , , , , ,

Keine Kommentare »

Noch keine Kommentare

RSS Feed für Kommentare zu diesem Artikel. TrackBack URL

Hinterlasse einen Kommentar










  
Touring-Afrika auf Facebook