Wer wird der Star der WM in Südafrika?
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Wer wird der Star der WM in Südafrika?

7. April 2010

Beherrscht die Fußballwelt zur Zeit nach Belieben: Lionel Messi.

Beherrscht die Fußballwelt zur Zeit nach Belieben: Lionel Messi.

Nach dem gestrigen Spiel in der Champions League kann es auf diese Frage nur eine Antwort geben:

Lionel Messi.

Die Zeitungen überschlagen sich, die TV-Anstalten haben das gestern Abend schon getan: “Messi, der Göttliche”, “Messi, der Überirdische”, er könnte fast größer werden als Maradona es war. Zur Zeit jedenfalls scheint ihn nichts und niemand aufhalten zu können. Abgesehen von einer Verletzung vielleicht, aber die müsste ihm schon sein eigener Körper (sprich: ein Muskel oder eine Sehne oder ein Band) verpassen, denn von anderen Spielern ist der wieselflinke Offensivspieler einfach nicht zu fassen, nicht einmal für ein Foul.

Und offensichtlich hält die Welt gerade den Atem an angesichts dieser berauschenden Vorstellungen des kleinen Flohs aus Argentinien, der nur 1,69m klein ist und doch zur Zeit der größte. Der größte Fußballer der Welt, was nichts anderes bedeutet als der beste, natürlich. Aber er verfügt tatsächlich über die Anlagen, die wenigen zwei, drei Gesellen, die ganz oben im Fußballolymp thronen, eines Tages, am Ende seiner Karriere, wenn man Bilanz ziehen wird, von dort zu verstoßen: Diego Maradona und Pelé.

Wird Lionel Messi in den Fußballolymp einziehen?

Interessanterweise ist einer dieser beiden zufällig auch noch sein Nationaltrainer. Diego Maradona wird die Nationalmannschaft von Argentinien während der WM 2010 in Südafrika trainieren, wie er dies schon einige Zeit lang macht. Und auf dem Weg zum WM-Triumph 2010 von Lionel Messi könnte dieser Diego Maradona doch tatsächlich noch einen der wenigen Stolpersteine darstellen, die es zu überwinden gilt.

Bislang hat Maradona es nämlich nicht annähernd vermocht, Lionel Messis Stärken so zur Geltung zu bringen, wie seine Kollegen im Verein beim FC Barcelona das schaffen.

Zwei Messis ach in seiner Brust: Klub und Nationalmannschaft

Im Verein hingegen glänzt er Spiel um Spiel und gestern dann: 4 Tore in einer Partie – und das nicht gegen einen Abstiegskandidaten der nach unten qualitativ stark abfallenden spanischen Liga, sondern gegen eine der wenigen Mannschaften, deren Fußball auch nur annähernd an die Ballstaffeten des FC Barcelona heranreicht: gegen den FC Arsenal, der seit der Ankunft von Trainer Arsene Wenger – das war immerhin vor 14 Jahren – für sein gepflegtes Kurzpassspiel bekannt und auch gefürchtet ist.

In diesem gestrigen Duell aber konnte der FC Arsenal dem FC Messi aus Barcelona nicht annähernd das Wasser reichen.

Wunderkind ohne Allüren

Nike als Ausrüster von Barcelona, aber auch adidas als Ausrüster der argentinischen Nationalelf werden sich schon die Hände reiben. Der Star ohne Allüren, der sich für die Ehrung zum Weltfußballer des Jahres trotz Millioneneinkommen erst einmal einen Anzug kaufen musste, weil er keinen hatte, weil er am liebsten in Jeans und Turnschuhen durch die Weltgeschichte läuft, wird noch eine wahre Goldgrube im Werbe-Bereich werden. Bislang blieb er frei von Eskapaden, ob nun Alkohol, Drogen oder übertriebene Eitelkeit: diesen kleinen Jungen, der einfach nur Fußball spielen will und es aber auch kann wie kein Zweiter, kann die Welt nur lieb haben.

Einzig dass es im Fußball erstens anders kommt und zweitens als man denkt, könnte die Welt-Messi-Festspiele bei der WM 2010 in Südafrika noch verhindern. Die Konkurrenten wie Wayne Rooney, Cristiano Ronaldo oder vielleicht sogar Mesut Özil scharren schon mit den Hufen. Im Moment sind diese Hufe nicht schnell genug, aber das kann morgen schon wieder anders sein.

Creative Commons License photo credit: Abeeeer


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