Unberührtes Afrika in Guinea
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Unberührtes Afrika in Guinea

28. Januar 2010

Unentdeckte Dörfer in Westafrika

Unentdeckte Dörfer in Westafrika

Der afrikanische Kontinent wird touristisch immer weiter erschlossen. Wahre Afrika-Fans finden dies gar nicht so gut, denn sie reisen lieber in die unberührte Natur fernab jeder Zivilisation. In Westafrika kommen sie deshalb auch voll auf ihre Kosten. In Ländern wie Sierra Leon, Guinea oder Liberia kann man noch in die Ursprünglichkeit des afrikanischen Kontinents eintauchen. Deshalb möchten wir Guinea hier einmal vorstellen.

Die Mandingo-Berge und Kankan
Guinea ist ein von Krisen geschütteltes Land. Trotzdem gehört es für Afrika-Kenner zu den Ländern mit besonderem Reiz, da es vom Tourismus völlig unberührt ist. Das Land war bis 1987 isoliert und vielleicht erklärt dies die kulturelle und ethnische Vielfalt  der Bevölkerung. Auch die Tier- und Pflanzenwelt ist geheimnisvoll. Die Mandingo-Berge an der Grenze zu Mali sind ein Naturparadies. Ganz in der Nähe liegt Kankan, eine der wichtigsten Handelsstädte des Landes. Sie gilt auch als religiöses Zentrum. Hier findet man bezaubernde Alleen und eindrucksvolle Kolonialbauten. In Kankan gibt es zahlreiche Märkte. Der „Marche Zentral“ gilt als der schönste Markt Guineas.

Maskenkult, Hexenglaube und Schimpansen
Weiter südlich wird die karge Landschaft immer grüner und auch hügeliger. Vom einstigen Regenwald ist leider nicht mehr viel übrig geblieben. Nur noch vereinzelte Waldinseln erinnern daran. Hier liegen Dörfer und deren Bewohner wirken oft unheimlich auf die Besucher. Die Dörfer haben keinen Kontakt zur Außenwelt und auch untereinander gibt es keine Verbindungen. Die Menschen in den Dörfern leben autonom und isoliert. Hier spürt man Mystisches, denn Hexenglaube und Maskenkult gehören zum Alltag.
In der Nähe des Dorfes Bossou gibt es eine geschützte Schimpansen-Kolonie. Hier kann man in Begleitung eines Führers auf die Pirsch gehen.

Informationen
Guinea erreicht man einfachsten über Mali. Air France bietet Linienflüge von Frankfurt nach Bamako an. Für alle Gebiete wird eine Malaria –Prophylaxe empfohlen. Eine Gelbfieber-Prophylaxe ist erforderlich. Wer Guinea bereisen will, der sollte dies am besten innerhalb einer Gruppe tun. In Guinea kommt es immer wieder zu Unruhen. Aktuelle Reisewarnungen und Informationen gibt es unter http://www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/Laenderinformationen/Guinea/Sicherheitshinweise.html .
Eine gute Gesundheit und körperliche Fitness ist absolute Voraussetzung um Guinea zu besuchen. Die Hitze macht Europäer schnell zu schaffen und auch die hohe Luftfeuchtigkeit ist eine Belastung. Infrastruktur ist in Guinea ein Fremdwort. Überlandfahrten können daher schnell zum Problem werden. Die Unterkünfte werden von Veranstalter in der Regel zuvor sorgfältig ausgesucht und gebucht. Trotzdem sollte man hier keine großen Erwartungen haben.
(Carina Tietz)
Quellenangaben zum Foto: © tokamuwi – www.pixelio.de


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