Marhaba Afrika
21. Januar 2010| Tweet |
Afrika-Fans sollten den Samstagnachmittag vor dem Fernsehgerät verbringen, denn mit „Marhaba Afrika“ bietet Phoenix einen mehrstündigen TV-Marathon an. Auf die Zuschauer warten acht spannende und interessante Themen, die sich um den afrikanischen Kontinent drehen.
14:50 Uhr: Marhaba Afrika Teil 1: „Jung, muslimisch, kreativ“
Der erste Teil der mehrteiligen Reihe startet um 14:50 Uhr mit dem Beitrag „Jung, muslimisch, kreativ“. Besucht werden Künstler in Tunesien und Ägypten, die alle versuchen, ihre Träume zu verwirklichen. Die 28-jährige Sawsan Nabil träumt von einer Karriere als Modedesignerin. Die Verwirklichung rückt jedoch in jüngster Zeit in weite Ferne, denn immer mehr tunesische Frauen halten sich an die muslimische Kleiderordnung. Lofti Abdelli ist ein großer TV-Star in Tunesien, der seine Popularität nach vorne trieb, indem er seine Rollen Tabuthemen, wie Homosexualität und Tourismus, widmete.
15:15 Uhr: Marhaba Afrika Teil 2 :„Grüne Energie aus der Wüste“
In vielen nordafrikanischen Ländern gibt es Sonne und Wind im Überfluss, die nun als erneuerbare Energien genutzt werden sollen. Der damit gewonnene Strom soll später nach Europa geliefert werden. Dazu stellen europäische Wissenschaftler ihre Kenntnisse zur Verfügung und helfen beim Bau von Windparks und Solarkraftwerken.
15:40 Uhr: Marhaba Afrika Teil 3: „Mohammeds Töchter“
Ihre Ziele sind gleich und doch ist das Leben zweier afrikanischer Frauen völlig unterschiedlich. Die eine lebt in Rabat und arrangiert sich seit mehr als 40 Jahren in der Politik. Die Andere hat sich erst im Jahre 2007 zur Wahl stellen lassen und kämpft in Mauretanien für Demokratie und Gleichberechtigung. Die Reportage zeigt auf, wie schwierig der Spagat zwischen Politik und Religion in den vom Islam geprägten Gebieten ist.
16:05: Marhaba Afrika Teil 4: „Bildung macht Schule“
Die Länder Nordafrikas werden von Armut und zum Teil auch von Isolation geprägt. Die Lage einiger Staaten ist politisch gesehen eher instabil und Jugendlichen fehlt eine Lebensperspektive. Hier greift die deutsch-afrikanische Zusammenarbeit und hofft mit Bildungsprogrammen eine bessere Zukunft zu schaffen. In Mauretanien kämpft „World Vision“ gegen Analphabetentum und AIDS. In Tunesien entstehen Telezentren, die der Bevölkerung zu mehr Wissen verhelfen soll. Auch das Projekt in Ägypten klingt vielversprechend. Hier sollen an einer deutsch-ägyptischen Hotelfachschule Köche und Servicemitarbeiter ausgebildet werden.
16:30 Uhr: Marhaba Afrika Teil 5: „Der weite Weg zum Wohlstand“
Die Kluft zwischen der armen und der reichen Bevölkerung spürt man am deutlichsten an der Meerenge zwischen Europa und Afrika. An der Straße von Gibraltar versucht man auf afrikanischer Seite die Wohlstandslücke zu schließen. Ganz im Interesse Europas, denn die Europäer arrangieren sich für die politische Stabilität und den Frieden. Selbst in Mauretanien, das übrigens zu den ärmsten Ländern der Welt gehört, spürt man die Ansätze wirtschaftlicher Entwicklungen.
16:55 Uhr: Marhaba Afrika Teil 6: „Brot und Spiele“
In dieser Reportage wird deutlich gezeigt wie nah Politik und Sport in Nordafrika zusammenliegen. In Tunis wird das Pokalfinale ausgetragen. Das Stadion trägt den Namen „7. November“. An diesem Tag im Jahre 1987 übernahm Ben Ali die Macht in Tunesien. Im Stadion suchen die Menschen ihre Freiräume und lassen hier ihren Gefühlen freien Lauf. Solche menschlichen Ausbrüche sind in Tunesien nicht alltäglich und oft nur im Zusammenhang mit Sport möglich.
17:20 Uhr: Marhaba Afrika Teil 7: „Grenzgeschichten“
In den Wäldern von Oujida beherrscht Hoffnung das Tagesgeschehen. Hier in Marokko, nah der Grenze zu Algerien, warten Menschen oft Jahre darauf, nach Spanien übersetzen zu können. Doch ihre Träume enden oft illegal und arbeitslos in Baracken an spanischen Gemüseplantagen. Nur der Menschenrechtsaktivist Hicham Baraka kümmert sich um diese Menschen.
17:45 Uhr: Marhaba Afrika Teil 8: „Bauern unterm Halbmond“
Architektur steht im Mittelpunkt dieser Reportage. Drei Beispiele zeigen die gute Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Nordafrika auf. Eine algerische Architekturstudentin baut in Zusammenarbeit mit der TU Berlin ein energieeffizientes Haus in Algier. Ein Professor aus Stuttgart experimentiert in Marokko mit der guten alten Lehmbauweise und ein Frankfurter Architekt leitet in Libyen ein Bauprojekt.
(Carina Tietz)
Quellenangaben zum Foto: © Catlovers – www.pixelio.de
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