Ellas Geheimnis in Südafrika
21. Januar 2010| Tweet |
Die Dramen auf ARTE sind für ihren hohen Anspruch bekannt. Auch morgen dürfen sich die Zuschauer wieder auf einen bewegenden Film vor der Kulisse Südafrikas freuen. „Ellas Geheimnis“ lautet der Beitrag, der die Neuropsychiaterin Ella (Hannelore Hoger) mit Ihrer Vergangenheit und der Apartheid am Kap konfrontiert.
Ellas Geheimnis
Nach Jahrzehnten in Deutschland kehrt Ella wieder in Ihre alte Heimat Südafrika zurück. Der Anlass ist traurig, denn die angesehene Neuropsychiaterin kommt zur Beerdigung ihrer Schwester Hilde zurück auf die Rooibosfarm der Eltern. Diese liegt in den Cederbergen nahe Kapstadt. Hier in Clanwilliam steht auch ihr Elternhaus, das Ella gemeinsam mit der Farm schnellstens verkaufen will. Doch Sie wird schnell von der Vergangenheit eingeholt: Vor 40 Jahren, zu den Zeiten der Apartheid, hatte Ella eine strengstens verbotene Beziehung zu dem Schwarzafrikaner Ben. Das Kind aus dieser Beziehung gab Ella zur Adoption frei und verließ Südafrika. Ihre Familie sah sie seither nicht wieder, doch die Spuren der Vergangenheit sind allgegenwärtig.
Ein ausgezeichneter Regisseur
Regie führte der bekannte Regisseur Rainer Kaufmann. Er studierte an der Goethe-Universität in Frankfurt Germanistik und Filmwissenschaften. Später absolvierte er ein Regiestudium an der Hochschule für Film und Fernsehen in München. Kaufmann erhielt unter anderem für die ARTE-Produktion „Marias letzte Reise“ den Adolf Grimme Preis in Gold. Ferner darf er Preise wie den Bayrischen Fernsehpreis, den Rocky Award des Banff World Television Festival und den Deutschen Fernsehpreis sein eigen nennen. Das Drehbuch zu Ellas Geheimnis schrieb die in Pretoria geborene Autorin Stefanie Sycholt. Auch sie studierte an der Hochschule für Film und Fernsehen in München.
Der TV-Tipp:
„Ellas Geheimnis“ am 22. Januar 2010 um 20:15 Uhr bei ARTE
(Carina Tietz)
Foto: © Carina Tietz
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Schlagworte: Apartheid, ARTE, Arte-TV-Tipp. Tv-Tipp Afrika, Ellas Geheimnis, Hannelore Hoger, Rainer Kaufmann, Stefanie Sycholt





Hallo zusammen, ich fand diesen Beitrag sehr eindrücklich. Toll fand ich u.a. die unterlegte (“afrikan.”) Musik!Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie mir die Titel der Musik zukommen lassen könnten. Mit Dank im Voraus, Gruß F. Oschmann!!!
Kommentar by Oschmann, Franz — 24. Januar 2010 @ 14:35
Dieser Film hat mich sehr interessiert, konnte ihn aber leidr nicht sehen.
Können Sie mir bitte mitteilen, ob und wann er wieder gesendet wird bzw. ob er auch auf DVD zu haben ist?
Mit bestem Dank und freundlichem Gruß
Gudru Latroch
Kommentar by Gudrun Latroch — 25. Januar 2010 @ 11:03
Hallo,
der Film wird am 11. Februar um 14:45 erneut bei ARTE gesendet.
Viel Spaß beim Anschauen!
Viele Grüße
Carina
Kommentar by Carina — 25. Januar 2010 @ 23:15
Hallo,
die Musik stammt von Annette Focks http://www.annette-focks.de/ .
Viele Grüße
Carina
Kommentar by Carina — 25. Januar 2010 @ 23:20
Hallo,
ich kann mich den bereits geschriebenen Kommentaren nur anschließen, und hätte auch gerne gewußt, ob es den Film und/oder dessen Musik zu kaufen gibt.
Mit freundlichen Grüssen
Siegfried Bergmann
Kommentar by Siegfried Bergmann — 31. Januar 2010 @ 14:27
Wo es Film und Musik zu kaufen gibt, wissen wir leider nicht. Wer es weiß, kann es gerne hier schreiben – würde uns alle sicherlich freuen!
Eine Wiederholung des Films gibt es am 11.02.2010 um 14.45 Uhr auf Arte – http://www.arte.tv/de/woche/244,broadcastingNum=1077580,day=6,week=6,year=2010.html
Beste Grüße
Johannes Maurath
Administrator
Kommentar by admin — 31. Januar 2010 @ 16:28
Heute abend (17.05.2010) sah ich den Film ‘Ellas Geheimnis’ im ZDF.
Als Missionar lebte ich viele Jahre in Afrika. Meine ethologischen Studien verschafften Einblicke und Verständnis in Sitten und Bräuche der schwarzen Bevölkerung. Darüber habe ich neben dem Buch ‘Afrikas dunkle Geheimnisse’, Fernsehsendungen, eine Anzahl Veröffentlichungen herausgebracht, die für Afrikas schwierige Situation Verständnis wecken sollten.
Warum erwähne ich das? Nach einer Anzahl kitschiger Afrikafilme hat mich diese Produktion nicht nur tief beeindruckt. Für mich ist dieser Film bisher die beste deutsche Produktion einer afrikanischen Geschichte. Sie lebt nicht von Klischees, nicht von anbiedernden Verhaltensmustern. Ich stelle diesen Film neben ‘Jenseits von Afrika’ und Gorillas im Nebel’. Und das sage ich, weil ich mich selbst als Drehbuchautor betätige.
Mit wenige Mitteln ist es gelungen, mich bis zur letzten Sekunde zu fesseln. Und das, ohne viel Tamtam. Ohne Mord und Totschlag, ohne sinnloses ‘Autorasen’. Dieser Film hat solche Minutenfresser nicht notwendig. Er besitzt tiefschürfenden Inhalt. Die Appardheit, selbst die Buschmänner, die ich lange studieren durfte, sind so schlicht, wahrheitsgetreu widergegeben worden, wie ich sie erlebte. Die Schauspieler wurden als völlig gleichberechtigte Partner eingesetzt. Trotz der Kontraste zwischen Schwarz und Weiß spürte ich den menschlichen Wunsch des einfachen Mannes nach Ausgleich, Versöhnung.
Die Landschaft, die Felsenhöhlen und die knappe, passende, stimmungsvolle Musik: Gelungen, Gratulation!
Dank für diesen Filmabend.
Kommentar by matussek, h.j. — 18. Mai 2010 @ 00:08