Eine Tour durch die Sahara
18. Januar 2010| Tweet |
Die Sahara fasziniert Menschen seit eh und je. Ihre Erkundung bleibt ein unvergessliches Abenteuer und ihre Wüstenformationen locken mit einzigartigen Fotomotiven. In der östlichen Sahara gibt es bekannte Oasen und auch der große Sandsee lädt zu Expeditionen ein.
Wer die östliche Sahara entdecken will, der sollte seine Reise in der ägyptischen Hauptstadt beginnen. Kairo ist schon aufgrund seiner guten Flugverbindung und seiner Nähe zur Wüste ein idealer Ausgangspunkt.
Die Weiße Wüste
Zu einer Wüstenexpedition muss man ausgeschlafen starten. Daher sollten Abenteurer eine Hotelübernachtung in Kairo einkalkulieren. Südlich von Kairo liegt die bekannte Weiße Wüste mit ihren Oasen Farafra und Dachla. Sie ist berühmt für ihre erodierten Kalkfelsen, die bei Sonnenuntergang in den unterschiedlichsten Farbtönen erscheinen. Die Oase Farafra eignet sich hervorragend für einen Stop und sollte in jedem Fall besichtigt werden. Die Oase Khargah (Dachla) hat eine geschichtsreiche Altstadt. Empfehlenswert ist die Besichtigung des altägyptischen Tempels von Hibis und Nadura. Die Strecke von Kairo nach Dachla ist ungefähr 800 Kilometer lang und man sollte zwei Tage für diese Fahrt kalkulieren. Von Dachla nach Khargah sind es nochmal gute 200 Kilometer.
Von Gilf El Kebir zum Jebel Uweinat
Die Fahrt zum Plateau Gilf El Kebir ist noch ein wirkliches Abenteuer, da die Wüste hier menschenleer ist. Das Plateau ist um die 1000 Meter hoch und besitzt Täler, die mit einem Canyon vergleichbar sind. Hier kann man ein schönes Plätzchen zum Nächtigen finden. Das Inselgebirge Jebel Uweinat ist vom Vulkanismus geprägt und besticht mit faszinierenden Kratern und Trichtern. Es liegt im Dreiländereck zwischen Libyen, Ägypten und dem Sudan. Um die Schönheiten des Gebirges in vollen Zügen zu genießen, sollte man hier mindestens zwei Tage bleiben. Im Wadi Karkur Talh kann man einzigartige Felsenzeichnungen bewundern.
Wadi Soura und Wadi Abd El Malik
Wadi Soura wird auch das Tal der Bilder genannt. Von hier aus gelangt man über den Aqaba Pass auf das Plateau. Die Sicheldünen reihen sich wie verschiedene Kuppeln aneinander und dienen als guten Ort für ein Camp. Nach Westen hin gelangt man über steile Abhänge vom Monod Pass zum Wadi Abd El Malik. Auch hier gibt es viele Felsenzeichnungen zu besichtigen.
Der große Sandsee
Kenner sind sich längst darüber einig, dass die libysche Wüste hier am schönsten ist. Zunächst stoßen Besucher auf einzelne Dünenkämme, die sich später zu einem endlos erscheinenden Sandfeld zusammenfügen. Hier sind die Pisten noch eine echte Herausforderung für die Jeeps und der nächtliche Anblick des Sternenhimmels wird sicher unvergesslich bleiben.
Zur Oase Siwa und weiter nach Kairo
In nördlicher Richtung stößt man auf die Siwa-Oase. Hier kann man die Altstadt Shali besichtigen und hat eine traumhafte Aussicht vom Jebel Dakrour. Die Weiterfahrt zur Oase Bahariya führt eigentlich über eine Teerstraße. Doch dies bemerken die Reisenden aufgrund der vielen Sandüberschüttungen nicht immer. Die Bahariya-Oase ist für sein üppiges Grün bekannt und eignet sich hervorragend zum Übernachten. Kurz vor Kairo warten mit der Oase Fayum und dem Wadi El Hetan zwei weitere Höhepunkte. Wadi El Hetan bedeutet das Tal der Wale. An ihrem Ende liegt die Oase Fayum. Von hier aus sind es nur noch 100 Kilometer bis Kairo. Die Oase wird auch als der Garten Ägyptens bezeichnet, da sie für ihre duftenden Rosen und Jasmine bekannt ist. Manche behaupten, dass Fayum keine richtige Oase sei, da sie durch den Josef-Kanal mit dem Nil verbunden ist.
(Carina Tietz)
Quellenangaben zum Foto:© tokamuwi – www.pixelio.de
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