Vor der WM kommt noch der Afrika-Cup in Angola
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Vor der WM kommt noch der Afrika-Cup in Angola

2. Dezember 2009

Auch in Afrika zählt man die Tage herunter, allerdings nicht bis zur WM, sondern bis zum Afrika-Cup 2010.

Auch in Afrika zählt man die Tage herunter, allerdings nicht bis zur WM, sondern bis zum Afrika-Cup 2010.

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel, alter Fußballerweisheit. Vor der WM ist aber nicht nur vor der WM, sondern auch vor dem Afrika-Cup, der nämlich im Januar, und somit noch vor der WM in Angola stattfinden wird. Der Afrika-Cup 2010 ist auch der Grund, warum die WM-Qualifikation in Afrika auch dann noch interessant war (für die Teilnehmer, für den Zuschauer mag das an persönlichen Präferenzen gelegen haben), als die Tickets für die WM 2010 in Südafrika schon vergeben waren. Denn der 3. Platz in einer der 5 Qualifikationsgruppen berechtigte zur Teilnahme an der afrikanischen Kontinentalmeisterschaft. Macht bei 5 Gruppen 15 Teilnehmer plus den Ausrichter, und das ist in diesem Fall Angola.

Womit auch klar wäre, dass die Teilnehmer für diesen Afrika-Cup schon feststehen. Im Einzelnen sind dies aus:

  • Gruppe A: Kamerun, Gabun, Togo
  • Gruppe B: Nigeria, Tunesien, Mosambik
  • Gruppe C: Ägypten, Algerien, Sambia
  • Gruppe D: Ghana, Benin, Mali
  • Gruppe E: Elfenbeinküste, Burkina Faso, Malawi

Macht zusammen mit Ausrichter Angola ein stattliches Teilnehmerfeld. 16 Teams bedeuten 4 Gruppen à 4 Mannschaften, die ersten beiden kommen ins Viertelfinale, in dem es im KO-System weitergeht. Ob bei der Auslosung der Gruppen Teams gesetzt werden, wie es bei Weltmeisterschaften üblich ist, ist nicht bekannt.

Irgendwie sind sie ja schon seltsam, die Afrikaner, denn warum legen sie ihren Afrika-Cup nur ein paar Monate vor die Weltmeisterschaft in Südafrika. Dass sie, wenn sie in Angola stattfindet, im Januar stattfindet, ist nachvollziehbar, schließlich ist dann Sommer in diesem Land und nicht Winter wie bei der WM in Südafrika. Aber nicht nur, dass die größten, wichtigsten afrikanischen Stars dann ihren europäischen Vereinen im Ligabetrieb fehlen, sie betreiben auch noch ein kräftezehrendes Turnier mit zwar maximal 6 Partien pro Team, das aber alle Aufmerksamkeit und vor allem den Stolz der meist jungen afrikanischen Nationen auf sich zieht. Wie wichtig der Afrika-Cup in Afrika genommen wird, durfte schon der deutsche Trainer Winnie Schäfer erfahren, der nach einem schlechten Ergebnis mit Kamerun als Nationaltrainer gefeuert wurde. Wirklich merkwürdig und nicht nachvollziehbar bleibt es aber trotzdem, wieso sich die afrikanischen Mannschaften das Gegenteil eines Gefallens tun, solch einen Wettbewerb kurz vor der WM anzusetzen.

Gründe, sich auf den Afrika-Cup 2010 in Angola zu freuen

Nun gut, wir werden es nicht verstehen, müssen wir auch nicht, aber wir werden hinsehen, a) um zu sehen, wie sich die afrikanischen WM-Teilnehmer schlagen werden, b) um uns so langsam an den Klang der Vuvuzelas zu gewöhnen, c) weil es sportlich vielleicht reizvoll sein mag und d) weil wir natürlich gespannt sind, ob es zu organisatorischen oder sicherheitsbezogenen Panne kommt. Nicht weil wir dann feixend vor dem Fernseher sitzen, im Gegenteil, auch wir hoffen natürlich auf einen reibungslosen und vor allem sicheren Ablauf der Turniere. Sowohl des Afrika-Cups als auch der Weltmeisterschaft in Südafrika.

Die Auslosung der Gruppen hat übrigens folgende Konstellation ergeben:

  • Gruppe A: Angola, Malawi, Algerien, Mali
  • Gruppe B: Elfenbeinküste, Burkina Faso, Togo, Ghana
  • Gruppe C: Ägypten, Nigeria, Benin, Mosambik
  • Gruppe D: Kamerun, Gabun, Sambia, Tunesien

In Kürze gibt es dann auch noch mal mehr zum Ausrichter des Afrika-Cups 2010, dem kleinen, feinen Angola, in dem übrigens Portugiesisch die Sprache des Landes ist. Wenn das mal kein gutes Omen für die Qualität des Turniers ist, denn wo spricht man noch Portugiesisch? Genau, im Fußballland Nr. 1 der Welt, beim fünfmaligen Weltmeister Brasilien.

Creative Commons License photo credit: Chimpanz APe


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