Antoine Hey nicht mehr Trainer von Kenia
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Antoine Hey nicht mehr Trainer von Kenia

26. November 2009

Wird erstmal keine Elefanten mehr in der Wildnis sehen: Antoine Hey hat in Kenia als Nationaltrainer gekündigt.

Wird erstmal keine Elefanten mehr in der Wildnis sehen: Antoine Hey hat in Kenia als Nationaltrainer gekündigt.

Der gebürtige Westberliner, Jahrgang 1970, und ehemalige Bundesliga-Spieler ist nicht mehr Trainer der Nationalmannschaft von Kenia. Er hatte zuletzt Aufsehen erregt, als er 7 Spieler aus seinem Kader suspendierte. Vor seinem Engagement für die Mannschaft Kenias war er bereits Nationaltrainer von Lesotho, Gambia und Liberia. In Deutschland hingegen war er nur Trainer des SV Wuppertal und beim VfR Neumünster, zwei unterklassigen Klubs.

Eigentlich war geplant, dass er bis Ende 2010 Kenia trainieren solle. Nach nur acht Monaten Amtszeit und Querelen mit dem kenianischen Verband hat er jetzt aber freiwillig die Reißleine gezogen. Dennoch nehme er viele positive Eindrücke aus seinen Engagements in Afrika mit, auch wenn er jetzt zunächst in die Heimat Deutschland zurückkehren wird.

Während der Zeit der WM in Südafrika kann man Antoine Hey vielleicht wieder auf dem afrikanischen Kontinent antreffen, denn von diesem Turnier erwartet er sich viel. Auch, und diese Stimmen hört man immer öfter, sportlich erwarte er einiges von den afrikanischen Ländermannschaften, schließlich spielten immer mehr afrikanische Profis in den großen Ligen von Europa und transferierten so das Wissen um Taktik, Vorbereitung und auch nötige Ruhe und Ordnung bei einem solchen Turnier.

Antoine Hey, dessen Vater bereits Profi in der Bundesliga war, war während seiner aktiven Zeit als Spieler bei nicht weniger als 12 verschiedenen Klubs tätig, darunter der FC Schalke 04, Fortuna Düsseldorf, Birmingham City, VfL Osnabrück und Grasshoppers Zürich. Torgefahr entwickelte er selten in seiner langen Karriere, muss aber durchaus seine Qualitäten gehabt haben, da er auf fast allen Stationen Stammspieler war. So kam er auf mindestens 332 Einsätze, einige Statistiken dazu sind unvollständig.

Er besitzt die Fußball-Lehrer-Lizenz und darf auch als Trainerausbilder der UEFA in englisch-sprachigen Ländern des afrikanischen Kontinents tätig werden. Trotz seines französischen Vornamens ist er nämlich geborener Deutscher und spricht französisch nicht als Muttersprache.

Die weitere Zukunft Heys ist natürlich noch nicht klar, doch erscheint es bei jemandem, der bereits vier verschiedene afrikanische Teams trainierte, nicht unwahrscheinlich, dass er noch einmal nach Afrika zurückkehrt. Vielleicht macht er es Rainer Zobel gleich und trainiert einen Club der südafrikanischen Super League oder er wird gar völlig zum Weltenbummler wie Rudi Gutendorf, der auf über 70 verschiedene Stationen kommt. Da hätte Hey mit seinen bislang 7 Trainerstationen also noch Einiges vor sich.

Creative Commons License photo credit: JUAN-VIDAL


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