WM-Pokal wandert durch Afrika
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WM-Pokal wandert durch Afrika

5. November 2009

Der World Cup reist durch Afrika (Symbolbild)

Der World Cup reist durch Afrika (Symbolbild)

Auf seinem Weg nach Südafrika hat auch der WM-Pokal (dessen Name übrigens schlicht “Weltpokal” lautet) eine lange Reise zu bewältigen, gerade so wie die 32 am Ende qualifizierten Teams es gehabt haben werden. Da Südafrika ausdrücklich damit Werbung macht, dass es sich selbst als Stellvertreter für ganz Afrika in Bezug auf das Ausrichten dieser ersten WM auf dem afrikanischen Kontinent sieht, hat es sich bemüht, die übrigen afrikanischen Nationen in das Turnier miteinzubeziehen. Bei der Ausrichtung von Spielen oder dem Beherbergen von Teams erlaubt die FIFA keine Ausnahmen, als dass Partien in anderen Ländern stattfinden könnten oder Teams in den Nachbarländern beherbergt werden könnten. Wohl aber dürfen Touristen in den angrenzenden oder eingeschlossenen Ländern untergebracht werden.

Und was das Sportliche angeht, hat Afrika sich dann bei den Olympischen Spielen etwas abgeguckt: Vor Beginn des WM-Turniers am 11. Juni 2010 reist der WM-Pokal durch einige der übrigen afrikanischen Staaten. 23 sind es bislang schon gewesen. Heute ist der Weltpokal in Windhoek in Namibia eingetroffen, wohin er von Angola aus geschickt worden war. Zwar traf er mit zweieinhalb-stündiger Verspätung ein (und unsere Klischees von Afrika werden direkt wieder aktiviert), doch war die Freude in Namibia groß. Morgen wird der Pokal in einer Schule der UNO ausgestellt, natürlich kann nur ein Bruchteil der Namibianer ihn tatsächlich besichtigen, aber die Symbolik zählt — und sie kommt an.

Der Weltpokal war ein Wanderpokal, jetzt ist er’s nicht mehr

Übermorgen reist der Pokal schon weiter nach Gaborone, der Hauptstadt von Botsuana, wo die Freude über Afrika als Ausrichter des größten Fußballturniers der Welt (im Sinne der Bedeutung) ebenso groß sein wird wie am Ende der Reise des Weltpokals in Südafrika.

Interessante Fakten am Rande: In Namibia als ehemaliger deutscher Kolonie ist übrigens Deutsch immer noch eine der Amtssprachen. Der Vorgänger des aktuellen Weltpokals hatte noch einen tatsächlichen Namen und hieß Coupe-Jules-Rimet, welchen die Brasilianer aber nach dreimaligem Gewinn der Weltmeisterschaft behalten durften, eine Regelung, die man im Deutschen als “Wanderpokal” bezeichnet, welcher ab dem x-ten Gewinn eben aufhört zu wandern.

Der neue Pokal hat keinen richtigen Namen und wird auch nicht mehr in den Besitz einer Nation übergehen, egal, wie oft sie ihn gewinnen sollte. Geschaffen wurde er von einem italienischen Künstler, der zwei Spieler als Motiv wählte, welche mit nach oben ausgestreckten Armen die Weltkugel in Form eines Fußballes halten. Zumindest in Namibia weiß man das aber seit heute ohnehin schon.

Creative Commons License photo credit: photojenni


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1 Kommentar »

  1. Ich habe leider nur einen Ball, den ich durch
    20 afrikanische Länder auf meinen Fahrrad
    transportiere.Um dann am Kap,den Ball mit hoffentlich vielen Unterschriften, dem
    national Museum in Cape Town zu übergeben.

    http://www.kicktothecape.com schauen Sie mal rein.

    Kommentar by Ulli Schmidt — 17. Dezember 2009 @ 19:58

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