Der TV-Tipp: Rollis für Afrika
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Der TV-Tipp: Rollis für Afrika

29. Oktober 2009

Ein Rolli für Afrika

Ein Rolli für Afrika

Es ist eine rührende Geschichte, die EinsExtra in einer Reportage zusammengefasst hat. Estevan aus Heidelberg ist 27 Jahre alt und der Tod ist sein ständiger Begleiter. Der junge Mann leidet an Muskelschwund und  laut ärztlichen Prognosen wäre er längst tot. Trotzdem setzt er sich für behinderte Jugendliche und Kinder im Senegal ein. Er sammelt gebrauchte Rollstühle und verteilt sie persönlich in den afrikanischen Dörfern. Ein Filmteam hat ihn begleitet.

Dass Estevan noch lebt, grenzt an ein Wunder. Seit seiner Kindheit leidet er an Muskelschwund und die gefährliche Krankheit ist unheilbar. Dass er laut Ärzten seine Lebenserwartung längst überschritten hat, stört ihn nicht weiter. Selbstsicher rangiert er im Rollstuhl und sagt selbstbewusst „Noch ist es nicht Zeit zu sterben“. Der Überlebenskünstler ist ein lebenslustiger junger Mann und seine größte Aufgabe sieht er in einem eher ungewöhnlichen Hilfsprojekt. Solange die Muskeln seines Herzens noch da sind, will er kranken Kindern und Jugendlichen im Senegal helfen. Es bewegt ihn sehr, dass die Behinderten im Senegal unter menschenunwürdigen Bedingungen und am Rande der Gesellschaft leben müssen. Genau hier hilft Estevan. In ganz Deutschland sammelt er ausrangierte Rollstühle, Krücken und andere Gehhilfen. Per Container werden die Hilfsmittel in den Senegal transportiert. Selbst an den Rollstuhl gefesselt reist Estevan persönlich in den Senegal und unter schwersten Bedingungen weiter in die abgelegenen Dörfer. Er hilft hier, wo die Not am größten ist und legt viel wert auf den persönlichen Kontakt zu den Betroffenen und ihren Familien. Er selber ist fest davon überzeugt, dass die glücklichen Gesichter der Menschen ihm die Kraft geben, trotz anderer Erwartungen, weiterzuleben. Eine Mischung aus Wut und Nächstenliebe treibt ihn immer wieder an und für die Verwirklichung seines Projektes geht er ständig an seine körperlichen Grenzen.
Die Reportage macht betroffen und es ist erstaunlich, was Estevan leistet. Auch die Freude der Menschen im Senegal regt noch lange zum Nachdenken an.
Der TV-Tipp: 01.11.2009 um 01.30 Uhr auf EinsExtra „Rollis für Afrika – Ein Rollstuhl, ein Leben“ aus der Reihe „Auslandsreporter“

 (Carina Tietz)

Quellenangaben zum Foto: (c) nexabixle – www.pixelio.de


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