Auch Thomas Cichon wechselt nach Südafrika
30. September 2009| Tweet |

Thomas Cichon folgt jetzt den Moroka Swallows.
Hatten wir gerade erst über Thomas Richter gebloggt, der als Torwart zunächst nach Johannesburg wechseln wollte, schließlich aber bei den Mpumalanga Black Aces gelandet ist, folgt nun der nächste Spieler aus einer deutschen Profiliga, der seine Fußballschuhe für einen südafrikanischen Club schnüren wird: Thomas Cichon wechselt zu den Moroka Swallows (“Sperber”). Und da klingelt es vielleicht bei dem einen oder anderen: Bei den Moroka Swallos ist nämlich ebenfalls ein Deutscher Trainer: Rainer Zobel, wie hier auch schon berichtet.
Don’t follow me, follow the birds
Ein interessantes Motto lässt die Webseite des Erstligaclubs aus Südafrika verlauten, wenn man die Startseite aufsucht: “Don’t follow me, follow the birds”, was auch immer das im Bereich des Fußballs bedeuten soll. Und mit Vögeln, denen er gefolgt ist, hat Cichons Wechsel wahrscheinlich auch nichts zu tun. Denn zuletzt trainierte Cichon, der 9 Jahre für den 1. FC Köln in den deutschen Profiligen auflief, bevor Engagements bei Rot-Weiß Oberhausen, beim VfL Osnabrück und auch in Griechenland bei Panionios Athen folgten, bei der VDV in Duisburg. Kennern werden die unter dem Kürzel “VDV” bekannt Fußballergewerktschaft und ihre Sommerlager ein Begriff sein. Dort trainieren all jene, die eigentlich noch gar nicht vorhaben, ihre aktive Fußballerkarriere zu beenden, aber keinen Verein mehr finden, der sie unter Vertrag nehmen will.
So ist das ständige Trainingslager der VDV sicher das einzige Trainingslager in Deutschland, dessen Ziel es ist, so schnell wie möglich beendet zu sein. Natürlich halten sich die Spieler hier fit, unter Anleitung von von der VDV bezahlten Experten, deren Reihe so illuster wie auch im Liga-Alltag erprobt ist. Und genauso natürlich ist das Hauptanliegen aller Beteiligten, dass die “Insassen” so schnell wie möglich wieder von Bord gehen, weil sie dann doch noch hier oder anderswo einen Profi-Vertrag ergattern konnten.
Genau das ist – zum Glück für ihn – Thomas Cichon nun gelungen. Konkreteres zu diesem Vorgang lässt er im Interview mit Reviersport wissen: Wie er sich bei der VDV in Duisburg fit hielt, wie er nach Südafrika vermittelt wurde und wie er dort leben wird.
Moloka Swallos direkt hinter Kaizer Chiefs und Ajax Cape Town
Auch für uns überraschend war es nämlich gar nicht so sehr der Kontakt zu einem dann auch deutschsprachigen Trainer, Rainer Zobel hatte ihn kontaktiert, sondern die Umstände in Südafrika, die ihn überzeugten, dass ein Wechsel in das Ausrichterland der WM 2010 Sinn ergeben könnte. Zwar schränkt er ein, dass die sanitären Anlagen nicht unbedingt europäisches Format hätten, insgesamt aber sei sein Eindruck von Südafrika überaus positiv und das lesen wir doch gerne hier. Zudem habe sein Klub mit den beiden Hauptsponsoren VW und Puma auch für die Zukunft die gute Gelegenheit, seine Anlagen und sein Team weiter zu verbessern. Um mit den ganz großen Teams der südafrikanischen Liga – Ajax Cape Town, den Kaizer Chiefs, den Orlando Pirates und Supersports – mitzuhalten, reiche es zwar noch nicht ganz, aber vor dem Rest der Liga müsse man sich nicht verstecken. Und dazu wird “Franz”, wie Thomas Cichons Spitzname seit Kölner Zeiten lautet, sein Scherflein beitragen.
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Schlagworte: 1. FC Köln, Ajax Cape Town, Duisburg, Griechenland, Kaizer Chiefs, Moloka Swallows, Mpumalanga Black Aces, Panionios Athen, Polen, PSL, Rainer Zobel, Rot-Weiß Oberhausen, Thomas Cichon, Thomas Richter, VDV, VfL Osnabrück




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Pingback by Middendorp in Maritzburg | Touring-Afrika: Afrika Blog — 18. November 2009 @ 08:32